Zu Tränen gerührt

Ich habe ein ganzes Wochenende mit Kochabstinenz hinter mir! Schrecklich! Am Samstag waren wir essen und am Sonntag waren wir zum Essen eingeladen. Da musste ich es heute aber mal ordentlich krachen lassen, zumal mein Liebster heute Homeoffice macht und wir zusammen Mittag essen können. Also gab es zur Vorspeise eine Cremesuppe mit Rächerfisch. Hierzu muss man  Zwiebeln, Knoblauch und Frühlingszwiebeln grob hacken. Von den Frühlingszwiebeln etwas von dem Grün für die Deko zurück behalten. Mit Olivenöl und Butter anschwitzen und mit Mehl überstäuben. Einen guten Schluck Weißwein aufkippen und die Einbrenne (so nennt man die Fett-Mehl-Pampe, die entsteht, wenn man das Mehl aufstreut) wieder flüssig rühren. Darauf gießt man dann einen Dreiviertel Liter Hühnerbrühe und wirft ca. 300 g Räucherfisch rein, den man grob zerkleinert hat (auch hiervon ein wenig für die Deko zurückbehalten). Ich hatte noch Räucherforelle, die weg sollte und habe noch Lachs dazu gekauft. Nun noch einen Bund Dill grob hacken und einen Becher Schlagsahne hinzugeben. Das ganze aufkochen lassen und bei kleiner Flamme ein paar Minuten köcheln lassen. Nun die Suppe mit dem Stabmixer pürieren und mit Pfeffer, Muskat und Zitrone abschmecken. Mit Salz sehr vorsichtig sein, da Rächerfisch auch schon sehr aromatisch und salzig ist.

Räucherfischsuppe:
300 g Räucherfisch (z.B. Forelle und Lachs)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
3-4 Frühlingszwiebeln
1 EL Mehl
2 Schuss Weißwein
3/4 Liter Hühnerbrühe
1 Becher Sahne
1 Bund Dill
Zitronensaft
Muskatnuss
Salz & Pfeffer

Tafelspitz mit Meerrettichsoße und Fenchel-Möhren-Gemüse:
Für den Tafelspitz:
500 g Tafelspitz
1 Bund Suppengrün
1 TL Wacholderbeeren
2 Lorbeerblätter
Für die Soße:
1 Finger langes Stück Meerrettich
1 EL Butter
1 EL Mehl
1 Schuss Weißwein
1/2 Liter Milch
Zitronensaft
Muskatnuss
Salz & Pfeffer
Für die Beilage:
1 Fenchelknolle
2 Möhren
Bandnudeln

Danach gab es Tafelspitz mit Meerrettichsoße. Genau genommen simmerte der Tafelspitz bereits seit anderthalb Stunden auf dem Herd in 2 Liter Brühe mit einem Bund Suppengrün, Wacholderbeeren und Lorberblättern. Fenchel und Möhren habe ich mit meinem Dampfeinsatz gegart, meine Lieblingsart Gemüse zu kochen, es bleibt unglaublich geschmacks- und farbintensiv und der Garpunkt ist nicht so kritisch wie in Wasser, man kann das Gemüse schwerer verkochen. Den Meerrettich habe ich mit meiner Küchenmaschine gerieben und trotzdem habe ich Rotz und Wasser geheult. Das ist aber auch ein Teufelszeug, das sollte man nicht unterschätzen! Dann habe ich noch eine Einbrenne gemacht, diesmal nur mit Butter und Mehl und mit einem Schuss Wein aufgegossen und fein gerührt. Dann habe ich einen halben Liter Milch dazu gegossen und den Meerrettich hinzugegeben. Nun noch mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Muskat abgeschmeckt. Die Soße ist ziemlich scharf geworden, aber auch ziemlich lecker! Und aus der Rindfleischbrühe vom Tafelspitz mache ich mir morgen noch ein leckeres Süppchen.

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