Jetzt ist wohl Sommer

Wenig gepostet in letzter Zeit… ich hatte familiär bedingt sehr viel um die Ohren, wenn ich die Ruhe und Muße dazu habe, werde ich diesbezüglich nochmal etwas schreiben. Nun aber in aller Kürze und Würze. Es ist heiß, die Küche möchte kalt bleiben, also gibt es ein schön erfrischendes und kaltes Süppchen aus Radieschen und Buttermilch. Den Kick gibt hier der Ingwer als Würzung.

Kalte Buttermilch-Radieschensuppe:
1 Bund Radieschen
2-3 Frühlingszwiebeln, hiervon nur der weiße Teil
2-3 Knoblauchzehen
etwas Butter
½ Liter Buttermilch
1 Becher saure Sahne
1 Becher Hüttenkäse
Saft einer ½ Zitrone
2 TL Sahnemeerrettich
½ TL gemahlener Ingwer
frisch geriebene Muskatnuss
Salz & Pfeffer

Kalte Buttermilch-RadieschensuppeDa ich einen empfindlichen Magen habe, was Knoblauch angeht, schwitze ich diesen erst noch mit etwas Butter an. Das hat den Vorteil, dass die Suppe auch noch etwas Röstaromen abbekommt. Frühlingszwiebeln und Radieschen nun putzen und grob hacken. Alle Zutaten in einen Mixer geben und pürieren. Abschmecken und noch mal eine halbe Stunde kalt stellen, damit sie richtig frisch schmeckt. Dazu schmeckt jede Art von Brot, von Baguette bis Pumpernickel. Herrlich erfrischend!

Und die Kresse wächst…

Kressecremesuppe mit MeerrettichsahneMein Kräuterkasten vor dem Schlafzimmerfenster gedeiht ganz gut. Naja. Primär immer noch die Kresse. Die wuchert regelrecht. Und da sie die zarten Salbeipflänzchen zu überwachsen droht, musste ich ihr heute an den Leib rücken. Das habe ich in Form eines Cremesüppchens getan- Leicht, lecker und mit einer herrlichen Schärfe. Um die Schärfe zu unterstreichen habe ich sie mit Meerrettichsahne und geraspelten Radieschen garniert. Eine wunderbare Vorspeise für ein Frühlingsmenü!

Kressecremesuppe mit Meerrettichsahne:
½ kleine Sellerieknolle
1 Lauchstange
1 große Kartoffel
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Packung Kresse
1,5 L Gemüsebrühe
1 EL Olivenöl
1 Schuss Weißwein
½ Becher Schlagsahne
50 g Gorgonzola
frisch geriebene Muskatnuss
Salz & Pfeffer
Für die Garnitur:
ein paar Kressestiele
2-3 Radieschen
Meerrettichsahne

Das Gemüse grob klein schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch hacken und in dem Öl in einem Suppentopf anbraten. Mit Weißwein ablöschen und das Gemüse hinzu geben. Mit der Gemüsebrühe aufgießen und einmal aufkochen lassen. Ca. 15 Minuten weich kochen. Sobald das Gemüse weich ist, Sahne, klein geschnittenen Gorgonzola und die Kresse dazu geben und mit dem Mixstab pürieren. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Radieschen mit einer Rohkostreibe hobeln und die Suppe mit einem Klecks Meerrettichsahne, Radieschen und Kresse servieren.

Wie man sich täuschen kann

Rote-Bete-Balsamico-SuppeLetzten Freitag war ja so schönes Wetter gewesen! Wir haben sogar schon vorsichtig die Saison eingeläutet und den Abend auf dem Friedberger Markt verbracht. Und dann brach am Mittwoch hier der Blizzard über uns herein… so viel zum Thema Frühling. Also doch wieder winterlich kochen, um Herz und Seele zu wärmen. Ich hatte noch eine Packung Rote Bete und dachte, dass ich eine schöne pürierte Gemüsesuppe machen könnte. Auf der Internetseite von Brigitte gibt es ja auch eine Rezepte-Seite mit Newsletter, die auch immer tolle Ideen haben. Nur manchmal sind mir die Rezepte zu umständlich gestaltet, die bauen oft viele merkwürdigen Extraschritte ein, die ich nicht nachvollziehen kann. Daher verändere ich sie gerne und mache meine ganz eigene Kreation daraus.

Rote-Bete-Balsamico-Suppe:
500 g Rote Bete, entweder vorgekocht oder frische
200 g Kartoffeln
1 große Möhre
1 Stück Selleriewurzel
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
1,25 Liter Gemüsebrühe
3 EL guten dunklen Balsamico
½ Becher süße Sahne
1 EL Olivenöl
1 Messerspitze gemahlene Nelken
Salz & Pfeffer
Als Einlage:
Ziegenfrischkäse
ganze Haselnüsse

Das Gemüse putzen und in grobe Stücke schneiden, ebenso die Zwiebel und den Knoblauch. In einem Suppentopf das Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch anschwitzen, dann das restliche Gemüse hinzu geben. Wenn vorgekochte Rote Bete verwendet wird, diese erst nach einmaligem Aufkochen in die Suppe werfen. Mit der Brühe aufgießen und die gemahlenen Nelken und den Balsamico einrühren. Einmal aufkochen und auf kleiner Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Haselnüsse grob hacken und in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze rösten. Wenn das Gemüse weich gekocht ist, mit einem Mixstab alles pürieren, die Sahne dazu geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit einem Klecks Ziegenfrischkäse und den gerösteten Haselnüssen anrichten.

Ja, hört das denn nie auf?

Gestern war der erste Tag, an dem es den Eindruck machte, als ob ganz langsam der Vorfrühling bei uns einkehrt. Nur, damit heute gleich wieder mieses Matsch-Schnee-Wetter herrscht. Ich kann es nun wirklich langsam nicht mehr sehen! Ja, ich weiß, Jammereien über das Wetter sind wirklich nervtötend, aber ich finde, die Schmerzensgrenze ist wirklich langsam mal überschritten. So. Das musste mal raus. Und nun zu etwas völlig anderem. Am Freitag waren wir bei unserem neuen Lieblings-Griechen, der einige wirklich spannende Gerichte anbietet, die über die üblichen Klassiker hinaus gehen. Ich hatte eine Kürbis-Bohnensuppe, die ich mir vorgenommen habe nachzukochen. Da ich noch einen Kürbis übrig hatte, die halten sich ja lange, habe ich mich gestern dran gemacht. Und was soll ich sagen? Meine hat mir besser geschmeckt.

Kürbissuppe mit weißen Bohnen:
500 g Hokkaido-Kürbis
1 große Dose weiße Bohnen mit Suppengemüse
3-4 Karotten
2-3 Stangen Staudensellerie
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
1 Chilischote
1,5 – 2 L Gemüsebrühe
1 EL Olivenöl
1 Schuss Weißwein
1 TL getrockneten Thymian
1 TL Paprikapulver
2 Lorbeerblätter
Salz & Pfeffer
Zur Deko:
geriebener Parmesan
frische Basilikumblätter

Kürbissuppe mit weißen BohnenDie Zwiebel, den Knoblauch und die entkernte Chili grob hacken. Kürbis, Karotten und Sellerie würfeln. Die ersten Zutaten in einem Suppentopf mit dem Olivenöl anschwitzen, wenn die Zwiebeln goldgelb sind, das restliche Gemüse hinzu geben und ebenfalls anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen und kurz verkochen lassen. Mit der Gemüsebrühe aufgießen, bis das Gemüse großzügig bedeckt ist. Die Suppe soll nicht zu dickflüssig werden. Die Gewürze zufügen und einmal aufkochen lassen. Nun das Gemüse bei kleiner Hitze ca. 20 Minuten weich kochen lassen. In der Zeit die weißen Bohnen in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser von der Einlegeflüssigkeit befreien. Wenn das Gemüse weich ist, mit einem Kartoffelstampfer grob durchstampfen, bis keine großen Stücke mehr sichtbar sind. Nun die Bohnen hinzu geben und alles erwärmen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum servieren mit geriebenem Parmesan und Basilikumblättern verzieren. Die Süße von Kürbis und Karotten harmoniert toll zu den deftigen Bohnen. Mein Mann hat sie geliebt, aber er liebt jegliche Formen von Bohnensuppen, das zählt also nicht ganz.

Da konnte ich mich mal wieder nicht zurückhalten

Wenn ich im Aldi einkaufe, muss ich immer ganz viel Gemüse mitnehmen, das ich eigentlich nicht brauche, das aber so günstig ist und so knackig aussieht, dass ich ihm nicht widerstehen kann. Meine letzte Ausbeute beinhaltete einen wunderbaren, großen Blumenkohl, den ich heute angegangen habe. Es sollte eine Cremesuppe werden, die aber einen speziellen Pfiff haben sollte. Ingwer und Blumenkohl passt ja immer super, die indische Küche arbeitet ja gerne damit. Das war mir aber immer noch zu langweilig, also bin ich auch die Idee gekommen, noch Kümmel hinzuzugeben, was ebenfalls gut zum Blumenkohl passt. Und Ingwer und Kümmel in Kombo? Ganz köstlich, wie sich herausgestellt hat.

Blumenkohlcremesuppe mit Ingwer und Kümmel:
½ Blumenkohl
1 kleine Stange Lauch
3 Selleriestangen
3 -4 Kartoffeln
1 Zwiebel
3-4 Knoblauchzehen
1 Daumen großes Stück Ingwer
1,5 Liter Gemüsebrühe
1 EL Olivenöl
1 Schuss Weißwein
1 TL Kümmel
1 TL Liebstöckel
½ Becher Sahne
geriebene Muskatnuss
Salz & Pfeffer
gehackte Petersilie zum bestreuen

Das Gemüse grob zerkleinern. In dem Suppentopf das Öl erhitzen und die klein geschnittene Zwiebel, den Knoblauch und den Ingwer anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen und das restliche Gemüse hinzugeben. Die Brühe aufgießen und mit Liebstöckel, Kümmel und Muskatnuss  würzen. Die Suppe einmal aufkochen lassen und auf kleiner Flamme das Gemüse ca. 20 Minuten weich kochen. Die Sahne aufgießen und mit einem Mixstab pürieren. Nun noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum servieren mit gehackter Petersilie und eventuell geröstetem Sesam bestreuen.

Wenn nichts hilft, hilft eine Suppe

Heute geht es mir gar nicht gut. Ich liege mit Wärmeflasche auf dem Bauch und Laptop im Bett und quäle mich mehr schlecht als recht durch den Tag. Da ich trotz meiner völligen Appetitlosigkeit etwas essen muss, bin ich froh, dass ich gestern schon was vorbereitet habe, was auch noch für heute hält. Ich musste nämlich gestern endlich mal die Reste der Zucchini verarbeiten, die ich geschenkt bekommen habe. Da sie schon eine recht harte Schale hat, die Saison geht deutlich zu Ende, habe ich beschlossen, eine Suppe zu machen. Ich wollte aber kein Kalorienmonster machen, in das man einen Becher Sahne versenkt, daher habe ich mich für eine leichte Version mediterraner Art entschieden. Das Foto ist wieder nicht besonders, siehe den Eintrag von gestern, da ich das Foto gestern in aller Eile gemacht habe. Ich gelobe Besserung.

Zucchinisuppe mit Salbei und getrockneten Tomaten:
500 g Zucchini (wer möchte kann auch noch anderes Gemüse hinzu geben, versteht sich)
1 Zwiebel
3-4 Knoblauchzehen
1 Chilischote
½ Bund frischer Salbei
10 in Öl eingelegte getrocknete Tomaten
1,5 Liter Gemüsebrühe
1 Schuss Weißwein
Salz & Pfeffer
Als Einlage:
Feta
schwarze Oliven

Die Zwiebeln, den Knoblauch, den Chili und die getrockneten Tomaten grob würfeln und zusammen in einem Suppentopf anschmoren, man kann hier das Öl von den Tomaten verwenden. Mit Weißwein ablöschen und die gewürfelte Zucchini und den grob geschnittenen Salbei hinzu geben. Mit der Brühe aufgießen und einmal aufkochen lassen. 20 Minuten weich köcheln und mit einem Mixstab pürieren. Am Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken. Als Einlage habe ich Feta gewürfelt und Kalamata-Oliven entsteint und eingelegt. So ist ein wirklich leichtes und leckeres Süppchen entstanden, das auch ohne viel Fett ein tolles Aroma hat.

Meine liebste Cremesuppe

Wer gestern gut aufgepasst hat, dem ist aufgefallen, dass ich ja Hühnersuppe gekocht habe und das Hühnchen auch verwertet habe, nicht jedoch die Brühe! Und wenn mir 2 Liter selbst gemachte Hühnerbrühe zur freien Verfügung stehen, dann muss ich meine Lieblingssuppe machen, meine heißgeliebte Kürbiscremesuppe. Das Rezept habe ich aus einem südafrikanischen Kochbuch. Das Kochbuch habe ich nicht mehr, das Rezept kann ich aber nachts um 3 im Schlaf aufsagen. Dieses Rezept wird mit Äpfeln gemacht, ich liebe die fruchtige und gleichzeitig würzige Note dieser Variante. Aber insgesamt muss man sagen, dass zu Kürbis Obst ganz hervorragend passt, von Orangen bis Mango. Ich habe eine Schüssel vor dem Fernseher gegessen und mein Mann hatte eine Tüte Chips aufgemacht von unserer Lieblingsmarke Tyrell’s. Die nehmen nur natürliche Würzmittel und die Chips sind handgekocht, was ihnen angeblich weniger Fett beschert als industriell frittierten. Jedenfalls hatten wir eine Packung Vegetable Crisps, das sind Chips aus Wurzelgemüse wie Petersilienwurzel, Pastinaken und Rote Bete. Mein Mann fand sie nicht sehr lecker, aber zu der Suppe haben sie sehr gut gepasst. Ich war so schwer begeistert, dass ich diesen Tipp gleich mal weitergeben muss. Insgesamt eigenen sie sich toll als Beilage oder auch Einlage, einfach mal ausprobieren!

Südafrikanische Kürbiscremesuppe:
750 g Kürbis (z.B. Hokkaido)
1 Apfel
200 g Kartoffeln
2 Liter Hühnerbrühe (geht für Vegetarier natürlich auch mit Gemüsebrühe)
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 rote Chilischote
1 Daumen großes Stück Ingwer
1 Schuss Weiß- oder Apfelwein
1 Becher Sahne
1 EL Öl
1 TL Zimt
1 TL Garam Masala
1 TL Kurkuma
1-2 TL Curry
1 Lorbeerblätter
1 Schuss Cognac
Salz & Pfeffer

Zuerst den Kürbis und den Apfel entkernen und mit den geschälten Kartoffeln grob würfeln. Die Zwiebel, den Knoblauch, Ingwer und Chili grob hacken und in einem Suppentopf mit dem Öl anbraten und Röstaroma erzeugen. Mit dem Apfelwein ablöschen. Das Gemüse hinzu geben und alle Gewürze darüber streuen. Kräftig rühren und so die Gewürze auch leicht anrösten. Mit der Brühe aufgießen und einmal aufkochen lassen. Auf mittlerer Flamme 20 Minuten köcheln lassen. Nun – ganz wichtig – die beiden Lorbeerblätter heraus fischen und die Suppe mit dem Mixstab pürieren. Die Sahne und den Cognac dazu gießen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Als Einlage passen die oben benannten Chips, geröstete Sesamsaat oder Schnittlauch.

Leicht verpeilt

Heute ist der erste Frankfurter VeggiDay! Bei dem viele Kantinen vegetarisch kochen, um so ein Bewusstsein für gesunde und nachhaltige Ernährung zu wecken. Und ich habe mal wieder nichts mitbekommen. Genau gesagt habe ich es zu spät erfahren, nämlich erst heute früh. Und da hatte ich doch gestern schon das Huhn gekocht, das ich für mein Gericht heute verwenden wollte. Es sollte nämlich mexikanisches Huhn auf einem Zucchinibett geben. Ich bin doch immer noch in meiner Kohlehydrate armen Woche, um so die Urlaubspfunde wieder in den Griff zu bekommen. Und da ich zwei Baby-Zucchini geschenkt bekommen habe (Zucchini in der Größe eines Babys), dachte ich, dass das nach einer feinen Mischung klingt. Zuerst habe ich also das Huhn gekocht. Dazu habe ich folgendes verwendet:

Mein Hühnersuppen-Rezept (jüdisches Aspirin):
1 Suppenhuhn
1 Bund Suppengrün
1 Zwiebel
3 Lorbeerblätter
1 TL Pimentkörner
1 TL Wacholderbeeren
3-4 Nelken
1 TL getrockneten Liebstöckel (oder noch besser: frischen!)
1.5 – 2 L Wasser
gehackte Petersilie
Salz & Pfeffer

Die Zwiebeln mit der Schale einfach einmal in der Mitte durchschneiden. In einem großen Topf ohne Öl anrösten. Das grob gewürfelte Suppengemüse, alle Gewürze und das Huhn hinzugeben und mit dem Wasser auffüllen, bis das Huhn möglichst ganz bedeckt ist. Bei Huhn nicht vergessen, wenn es denn so ist, ihm den Plastiksack mit den Innereien aus dem Arsch zu ziehen. Die Innereien unbedingt hinzugeben, sie geben viel Geschmack ab. Die Suppe einmal aufkochen und dann eine Stunde lang simmern lassen. Das Huhn heraus nehmen und ein wenig abkühlen lassen. Die Haut abziehen und das Huhn entbeinen. Die Suppe durch ein Sieb gießen und alle festen Bestandteile entfernen. Das Hühnerfleisch wieder in die Suppe geben und nun alles mit Salz & Pfeffer abschmecken und die Petersilie einstreuen. Nudeln koche ich, lege sie in einen Teller und übergieße sie mit Suppe. Wenn man sie in die Suppe gibt, wird nach ein paar Stunden aus allem nur ein furchtbarer Matschbrei. In dieser einfachen Version ist die Hühnersuppe das allerbeste Erkältungsmittel.

Diesmal habe ich aber das Huhn gekocht und entbeint, es aber dann weiterverwendet, um mein mexikanisches Huhn zu machen. Dazu habe ich folgendes benötigt:

Mexikanisches Huhn:
1 Suppenhuhn, gekocht und entbeint
1 Dose Tomaten
1 Maiskolben
1 Zwiebel
3-4 Knoblauchschoten
1 EL eingelegte Jalapeños
1 TL Paprikapulver
1 TL Koriandersamen
1 EL Öl
frischer Koriander
Salz & Pfeffer

Ich habe das gesamte Fleisch des Huhns mit der Hand in Fasern gerissen. In einem hohen Topf habe ich die grob gehackte Zwiebel, den Knoblauch und die im Mörser gestoßenen Koriandersamen im Öl angedünstet. darauf habe ich die Dose Tomaten gekippt und die Jalapeños ebenfalls grob gehackt und mit dem Paprikapulver hinzugegeben. Das habe ich kurz aufgekocht und mit einem Mixstab im Topf püriert. Diese Soße habe ich noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Sollte sie zu scharf geworden sein, kann man sie ggf. mit einem Schluck Milch entschärfen. Den Mais habe ich vom Kolben geschnitten und zusammen mit dem Fleisch in die Tomatensoße und alles noch einmal aufkochen lassen. Zum Schluss habe ich noch den frischen gehackten Koriander darunter gehoben. Zu dem Hühnchen kann man wunderbar Reis oder Tortillas essen. Ich habe Zucchini in große Würfel geschnitten und kurz weich gedünstet und sie als Beilage gegessen. Das war auch sehr schmackhaft und sättigend!

Zurück in den gewohnten Gefielden

Kann mal bitte jemand Urlaub erfinden, der lange genug dauert? Auf allen Mist kommen die Leute, aber nicht auf sowas. Naja, was soll’s. Schön war er trotzdem und genossen wurde er allemal. Besonders auf kulinarischer Linie. Wir waren – mal wieder – in Frankreich, diesmal im Elsaß und in der Bretagne. Im Elsaß gab es rustikale Küche mit viel Sauerkraut und deftigem Fleisch. Als Hessin habe ich mich also ganz zu Hause gefühlt, große Entdeckungen waren hier aber weniger drin. Spannender wurde es in der zweiten Woche, da ging es an die rosa Granitküste der Bretagne. Mein Mann und ich sind große Austernfans und hatten in Frankreich bisher die aus der Anbaugegend um die Inseln Ré und Oleron gegessen. Nun kamen wir zum ersten Mal in den Genuss bretonischer Austern. Und ich muss sagen, bisher sind diese meine Favoriten! Sie sind noch fleischiger und saftiger als alle, die ich bisher gegessen habe. Die Zauberworte sind hierbei „fines de claire“ oder auch „spéziales de claire“. Das sind Austern, die besonders lange geklärt worden sind. Darunter versteht man den Vorgang, bei dem die Austern den Gezeiten ausgesetzt werden. Sie öffnen und schließen sich entsprechend, säubern sich so von Sand und Ablagerungen und speichern einen Vorrat an köstlichem, klaren Meerwasser in sich. Auch wunderbar in der Bretagne sind die Galettes, Buchweizen-Crêpes, die deftig gefüllt werden mit Schinken und Käse, Tomatensoße, Sardellen, Hack, Wurst, alles, was einem so einfällt. An die könnte ich mich gewöhnen. Momentan ist dazu noch Artischockenzeit und man bekommt große bretonische Artischocken auf den Märkten nachgeworfen, ich habe mich eingedeckt für 75 Cent, das Stück. Ich habe noch zwei, die werde ich demnächst machen, dann gibt es auch noch einen Artikel dazu. Eine kulinarische Entdeckung, die ich gemacht habe, war choucroute à la mer. Ich dachte, ich sehe nicht recht und musste das Essen gleich bestellen. Bei choucroute handelt es sich nämlich um Sauerkraut. Und das nun mit Meeresfrüchten? Im Ernst? Aber hallo! Ganz klassisches Sauerkraut mit verschiedenen Fischen und einer Garnele angerichtet und ein wenig Béchamel Soße begossen. Das klingt jetzt abenteuerlich, war es auch, aber sehr köstlich. Ich werde versuchen das zu Hause nachzukochen. Und natürlich dann berichten.

Da ich aber viel zu viel geschlemmt habe und meine Waage leicht missgestimmt ist, habe ich für diese Woche leichte Küche auf den Plan gestellt. Heute habe ich erst mal das Gemüsefach wieder großzügig aufgefüllt. Also stand etwas mit viel Gemüse auf dem Plan. Ich wollte schon immer mal ein Gumbo machen, alleine schon, weil der Name so lustig ist. Das ist ein kreolischer Eintopf, in dem so ziemlich alles rein kommt, bzw. kann. Er kann mit allem erdenklichen Gemüse gemacht werden und auch allem Fleisch, typisch ist Hähnchen, Wurst und Garnelen, was alles zusammen rein kommt. Er wird mit viel Chili gemacht und mit Tabacso, Worcestershire Soße und Zitronensaft abgeschmeckt. Naja, so wirklich original kreolisch ist das wohl nicht, aber so kann man ihn hier gut herstellen, ohne auf teure Gewürzmischungen zurückgreifen zu müssen. Ich habe mich für eine Version mit Meeresfrüchten entschieden.

Garnelen-Gumbo mit Kürbis:
2 Weißfischfilets
200 g Garnelen ohne Schale
250 g Kürbisfleisch
1 Maiskolben
200 g Selleriewurzel
2 Selleriestangen
1 rote Paprika
2 Karotten
1 Lauchstange
1 Zwiebel
3-4 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer
1 Chilischote
1 Liter Brühe
1 Glas Fischfond
2 EL Olivenöl
1 Schuss Weißwein
2 TL Paprikapulver
2 Lorbeerblätter
1 TL Pimentkörner
1 TL Thymian
Cayennepfeffer, wer es richtig scharf möchte
Tabasco
Worcestershire Soße
Zitronensaft
½ Bund frischen Koriander
frischen Schnittlauch
Salz & Pfeffer

Zuerst die Zwiebeln, den Knoblauch, den Ingwer und die Chilischote klein schneiden. Dann das Gemüse (wobei meine Zusammenstellung nur ein Vorschlag ist, man kann eigentlich nehmen, was man möchte) mundgerecht würfeln und den Mais vom Kolben schneiden. In einem großen Topf das Öl erhitzen und Zwiebeln & Co. anschwitzen, bis sie Farbe angenommen haben. Darauf das Gemüse hinzu geben und kurz mit anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen und die Gewürze einstreuen. Mit dem Fond und der Brühe aufgießen und aufkochen lassen. Das Gemüse auf mittlerer Flamme eine Viertelstunde weich kochen. Die Fischfilets in Streifen schneiden und zusammen mit den Garnelen in die Suppe legen. Nochmals 5 Minuten ziehen lassen und dann mit Tabasco, Worcestershire Soße, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss den gehackten Schnittlauch und Koriander unterrühren. Die Mischung aus der Schärfe und dem Säuerlichen gibt dem Eintopf seinen Pfiff und ist eine tolle Alternative zum Curry.

Ein Süppchen in Ehren…

Diese Suppe, die ich hier vorstelle, habe ich schon vor zwei Tagen gemacht, genau genommen zusammen mit den Kürbisravioli. Darin habe ich nämlich die Reste der Füllung der Ravioli wie auch den restlichen Kürbis verwertet, der noch da war. Zu meiner Überraschung fand ich noch eine Süßkartoffel in meiner Kammer, die auch unbedingt weg musste. Also habe ich mich für eine klassische Suppe entschieden, mit der man das Gemüsefach ausleeren kann, weil man eigentlich alles reinhauen kann, was einem in die Quere kommt. Ein wenig Raffinesse habe ich dem Gericht noch dadurch gegeben, dass ich Zucchini-Parmesan-Chips gemacht habe und Mais als Einlage gegrillt habe. Hierbei habe ich mal wieder die Fähigkeit von Mais unterschätzt, in die Luft zu gehen. Er ist mir ziemlich um die Ohren geflogen, als ich kurz nicht aufgepasst habe. Also immer schön dabei stehen bleiben und rühren! Das Foto ist übrigens diesmal nicht sehr hübsch, da ich es abends aufgenommen habe, ohne Tageslicht. Da ich meine Bilder nicht ausleuchte, merkt man das immer gleich, wenn sie Kunstlicht abbekommen.

Süßkartoffel-Kürbis Suppe mit gegrilltem Mais und Zucchinichips:
Für die Suppe:
1 Süßkartoffel
500 g Kürbis
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Chilischote
diverses Gemüse (Paprika, Zucchini, Karotten, Lauch, Sellerie, Tomaten usw.)
1,5 L Gemüsebrühe
Oregano
1 EL Öl
1 Schuss Weißwein
1 Schuss Milch
1 TL Oregano
Salz & Pfeffer
Für die Einlage:
1 Maiskolben
1 EL Öl
1 Stück Zucchini
geriebenen Parmesan

Es bietet sich an, zuerst die Zucchinichips vorzubereiten. Hierzu das Zucchinistück in dünne Scheiben schneiden. Wenn die Zucchini sehr groß ist, eventuell noch halbieren. Den Ofen auf 150 °C vorheizen, ein Blech mit Backpapier belegen, die Zucchinischeiben drauflegen und mit Parmesan bestreuen. Im Ofen so lange überbacken, bis der Parmesan eine schöne Farbe angenommen hat. Die Scheiben schmecken kalt und warm sehr lecker und können auch als Snack vor dem Fernseher dienen oder wenn Gäste kommen aber keine Chips in Haus sind. Für die Suppe alles grob klein schneiden und zuerst die Zwiebel, den Knoblauch und den Chili andünsten und mit Weißwein ablöschen. Nun das restliche Gemüse hinzugeben, ebenfalls andünsten und die Brühe aufgießen. Den Oregano einstreuen und die Suppe einmal aufkochen. Nun auf kleiner Flamme das Gemüse ca. 20 Minuten weich kochen. Den Mais vom Kolben schneiden und in einer Grillpfanne etwas Öl erhitzen. Nun den Mais darin anrösten. Wie bereits erwähnt, muss man dabei bleiben und ständig rühren, da er sonst anfängt zu poppen und sich in der Küche ausbreitet. Wenn er Aroma und Farbe angenommen hat, vom Herd ziehen. Wenn die Suppe fertig ist, mit dem Stabmixer pürieren und mit Milch, Salz & Pfeffer abschmecken. In Schüsseln füllen und mit Mais und Zucchinichips servieren.