Post aus meiner Küche – Einst träumte ich vom Morgenland

Einst träumten wir...

Einst träumten wir…

Kennt ihr dieses wunderbare Blog Post aus meiner Küche? Die Idee besteht darin sich zu bestimmten Anlässen mit selbst gemachtem aus der Küche zu beschenken, einfach so, weil es Spaß macht, Freude zu bereiten und es spannend ist zu sehen, was man selbst bekommt. Meine Backpartnerin in Crime Yazz hat mich dazu gebracht.

So sah mein Paket am Schluss aus

So sah mein Paket am Schluss aus.

Als die dann zum weihnachtlichen Tauschen aufgerufen haben, haben wir natürlich sofort beschlossen daran teilzunehmen. Und da man ja dann doch immer ein ganzes Blech backt, was ja viel zu viel ist für ein Paket, kamen wir auf die super Idee, ein gemeinsames Thema  zu entwerfen, getrennt zu backen und dann auszutauschen. So war der Plan. Also haben wir uns zusammen gesetzt und überlegt, worauf wir Lust haben. Schnell war klar, dass wir selbst auch neue Dinge ausprobieren und nicht nur auf alt bewährtes zurück greifen wollten. Und dass wir mit vielen verschiedenen Gewürzen arbeiten wollten. Damit war das Oberthema Morgenland/Orient klar. Jede sollte zwei Sorten Plätzchen backen, die wir je austauschen würden, dann noch jede eine Sorte extra, damit die beiden Pakete auch etwas unterschiedlich werden. Das macht also in jedem Paket 5 verschiedene Sorten Leckereien. Aber wir wären ja nicht wir, wenn es dabei tatsächlich geblieben wäre. Natürlich haben wir es völlig ausarten lassen!

Lilith hat auch beim Packen geholfen.

Lilith hat auch beim Packen geholfen.

Ständig texten wir uns: „Ach, ich hab jetzt noch das gemacht!“ und schickten uns Bildern von Kleinigkeiten, die wir noch so ganz nebenbei gezaubert haben. Schlussendlich hatte ich zehn verschiedene Süßigkeiten zusammen, wovon ich dann eine Keksart sogar weggelassen habe (warum eigentlich??), also hat meine Tauschpartnerin neun verschiedene Leckereien bekommen. Aber da ja alles thematisch stimmen musste, hab ich mich noch ans Texten gemacht und mir den Titel „Einst träumte ich vom Morgenland“ und dazu passende Namen für unsere Naschereien ausgedacht und Yazz hat Verpackungen bestellt und kleine Aufkleber gestaltet und so das perfekte Design erstellt. So haben wir also unser Paket für die Aktion „Lasst und froh und lecker sein“ geschnürt und an unsere ausgelosten Partnerinnen geschickt. Deren Reaktionen waren sehr beeindruckend, es scheint echt eingeschlagen zu haben. Das hat echt einen wahnsinnigen Spaß gemacht sich so richtig auszutoben und noch zu wissen, dass man jemand Wildfremden ein echte Überraschung und Freude bereitet! Wenn es möglich wäre, hätte ich mich ja am liebsten selbst überrascht. Aber die Pakete, die wir dann wiederum bekommen haben, waren auch sehr toll! Ich hatte sehr leckere selbst gemachte Pralinen, Schoko Crossies (die waren sooo lecker!!), Plätzchen und einen Amarena-Kirsch-Stollen, den ich bisher noch nicht angefangen habe. Den hebe ich mir für einen schönen Sonntag Nachmittag auf.

Einige Rezepte habe ich aus der Brigitte, die werde ich hier jetzt nicht wiedergeben. Zwei Rezepte werde ich aber doch mit euch teilen, das eine habe ich aus Ideen zusammen gesetzt, die ich in einer Kochsendung gesehen habe, das andere ist eine Kombination aus verschiedenen Rezepten und hat mich etwas Schweiß und mehrere Anläufe gekostet es zu perfektionieren. Das ist eine momentan ziemlich beliebte Geschichte, die Kombination aus Schoko und Minze.

Hmmm, eine ganze Packung leckerer Kekse!

Hmmm, eine ganze Packung leckerer Kekse!

Das wird dann meist After Eight genannt, aber das ist mir zu viel der Schleichwerbung. Die Rezepte kommen meist aus dem Englischen, wo diese Mischung gängiger und insgesamt Minze zu Weihnachten üblicher ist. Dann hab ich ein Rezept auf einem deutschen Blog gefunden, was aber leider völlig unzureichend und mies übertragen war. Nein, man kann die Maßeinheit Cup nicht mit Tasse übersetzen!! Von was für einer Tasse sprechen wir dann? Und man sollte doch zumindest mal die Fahrenheit-Angabe umrechnen können. Wozu hat man denn das Internet? Nun ja. Nicht zu viel aufregen. Jedenfalls habe ich das Rezept nun korrekt umgeschrieben, noch ein wenig daran herum geschraubt und perfektioniert. So funktioniert es wirklich!

 

Schoko-Minz Cookies:
70 g Mehl
2 TL ungesüßtes Kakaopulver
1 Tafel 70 % Zartbitterschokolade
1 Tafel Minzschokolade
1 EL Butter
2 EL Nutella
2 Eier
1 Eiweiß
125 g Zucker
2-3 Tropfen Minzöl (ich nehme japanisches Heilöl, hilft nicht nur bei Kopfweh)
100 g Puderzucker

Mehl und Kakaopulver miteinander vermischen. Im Wasserbad die beiden Tafeln Schokolade schmelzen, Butter, Nutella und Minzöl hinzu geben und eine Masse herstellen. Zur Seite stellen und leicht abkühlen lassen. In einer großen Schüssel,

So hübsche Kekse auch noch hübsch verpackt.

So hübsche Kekse auch noch hübsch verpackt.

Eier, Eiweiß und Zucker schaumig schlagen. Langsam die Schokomischung eingießen und weiter rühren. Nun noch das Kakaomehl unterrühren. Der Teig ist nun wahnsinnig feucht und klebrig! Daher muss er nun abgedeckt zum Aushärten für zwei Stunden in den Kühlschrank. Nach den zwei Stunden den Ofen auf 175 °C vorheizen. Den Puderzucker in eine große Schüssel sieben, er soll schön fein sein. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem Teelöffel kleine Portionen abnehmen und Kugeln formen. Die Kugeln dürfen nicht zu groß sein, sie gehen sehr auseinander, sonst hat man riesige Cookies. Wobei, wer das so haben möchte, auch gut! Diese Kugeln wirft man in die Schüssel mit dem Puderzucker und schüttelt, bis sie komplett und dick bepudert sind. Die Kugel auf ein Backblech mit Papier legen und zwischen den einzelnen Kugeln viel Abstand halten, wie gesagt, sie zerfließen förmlich. Es bietet sich auch an, schnell zu arbeiten, da der Teig einem unter den Fingern wegschmilzt. Zwischen den einzelnen Blechen den Teig auch immer wieder sofort in den Kühlschrank packen. Nach 10-12 Minuten Backzeit, dem entsprechen, wie groß sie sind, sind sie fertig und köstlich!

Salzig-Süße Schokotaler:
1 Tafel 70 % Zartbitterschokolade
1 TL Palmin
50 g blanchierte und gehobelte Mandeln
1 EL Zucker
50 g gesalzene Pistazien
grobes Meersalz
kandierte Veilchen- oder Rosenblätter

Salzig-Süße Schokotaler

Salzig-Süße Schokotaler mit Veilchenblätter. Auch optisch ein Genuss.

Die Zartbitterschokolade mit dem Palmin im Wasserbad schmelzen. Die Mandeln auf ein Blech legen und mit dem Zucker bestreuen. Im Ofen unter der Oberhitze bräunen. Sie brauchen wirklich nur maximal 1-2 Minuten, sie verbrennen sehr, sehr schnell. Hier also unbedingt dabei bleiben, sonst muss man ein paar Anläufe unternehmen. Die Mandeln dann auskühlen lassen, damit der geschmolzene Zucker wieder fest wird und die Blättchen miteinander verschmelzt. Die gesalzenen Pistazien aus der Schale holen, weitest gehend die rötlich-braune Haut abrubbeln und hacken. Auf ein Backblech Backpapier legen und mit einem Teelöffel Schokoladenkleckse geben. Nun die Mandelblättchen auflegen, mit den Pistazienkernen und dem Meersalz bestreuen, zum Schluss noch mit den kandierten Blättern dekorieren. Die Taler aushärten lassen und vorsichtig vom Backpapier lösen. Eine echte Geschmacksexplosion im Mund!

Man kann nie genug mit Kürbis machen

Es ist Herbst und ich bin im Kürbiswahn. Ich habe eine schöne Dekoschale mit Zierkürbissen im Wohnzimmer, in der Küche steht ein großer runde Kürbis, der noch von meinem Mann geschnitzt werden möchte und ich habe gestern einen Muskatkürbis im Ofen gebacken und zu Kürbispüree verarbeitet. Dazu habe ich den Kürbis halbiert und entkernt. Die Hälften habe ich auf ein mit Backpapier belegtes Backblech mit der Schnittseite nach unten gelegt und den Kürbis dann bei 200 C ca. eine Stunde lang gebacken. Mit einem Messer kann man feststellen, wie weich das Fleisch schon ist, die Backdauer hängt von der Größe und Dicke des Kürbisses ab. Nach der Backzeit den Kürbis abkühlen lassen. Die Haut lässt sich teilweise einfach abziehen, eventuell mit einem Sparschäler oder einem Messer nachhelfen. Das Fleisch mit einem Kartoffelstampfer durch stampfen und fertig ist das Püree. Daraus habe ich einen wunderbar duftenden und schmeckenden Pumpkin Pie gebacken. Das Rezept habe ich mir aus unterschiedlichen Rezepten zusammen gestellt und meine eigene Version kreiert. Der ist wirklich sehr würzig und saftig geworden, genau so habe ich ihn mir vorgestellt. Ich habe das Püree nur gestampft und nicht im Blender fein gemixt. Im Nachhinein finde ich das aber besser so, da man so mehr Biss hat. Das nächste mal probiere ich eine Version mit Nüssen aus.

Pumpkin Pie:
Für den Mürbeteig:
225 g Mehl
100 g Butter
1 Ei
80 g Zucker + Vanillezucker
1 TL gemahlener Ingwer
Für die Füllung:
700 g Kürbispüree
2 Eier
1 Becher Creme Fraiche
100 g brauner Zucker
60 g Mais- oder Ahornsirup
1 TL Vanilleextrakt oder 1 Packung Vanillezucker
1 TL Zimt
1 TL Ingwer
½ TL Muskatnuss oder -blüte (Blüte ist milder)
½ TL gemahlene Nelke
2 TL Rum

Pumpkin PieAus den Zutaten für den Mürbeteig einen Teig kneten, diesen in Klarsichtfolie schlagen und ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Nach der Ruhezeit den Ofen auf 170 °C vorheizen und den Teig in eine Tarteform gleichmäßig eindrücken und bis zum Rand hochziehen. Mit einer Gabel gleichmäßig einstechen, damit die Luft entweichen kann. Der Teig ca. 10 Minuten blind backen. In der Zeit die Eier leicht schlagen und mit der Creme Fraiche unter das Kürbispüree rühren. Den Zucker mit dem Sirup, den Gewürzen und dem Rum vermischen und ebenfalls unter das Püree geben. Die Masse nun in den Mürbeteig kippen und den Pie weiter bei 170 °C 30-40 Minuten backen. Da die Masse recht feucht ist, kann es sein, dass der Mürbeteig besonders in der Mitte durchweicht und an der Form anklebt. Den Pie also vorsichtig aus der Form lösen oder am besten einfach drin lassen und die Stücke einzeln heraus lösen. Schlagsahne oder eine Kugel Vanilleeis sind durchaus angebrachte Begleiter, man kann den Pie aber auch pur wunderbar genießen.

Meine schwarzen Lieblinge

Beeren sind mein Lieblingsobst und gerade jetzt hängen ja überall die Büsche voll und besonders die Johannisbeeren sind reif und lecker. Ich mag sie ja alle, ob weiß, rot oder schwarz, die schwarzen sind mir aber doch meine Liebsten. Ich habe mit meiner Mutter den Garten geplündert und wir haben zwei ordentliche Schüsseln mit Johannisbeeren voll bekommen. Von den schwarzen habe ich mir einige mitgenommen und einen wunderbaren, fruchtigen Kastenkuchen mit Streuseln drauf gebacken. Er ist herrlich fruchtig und frisch geworden, gleichzeitig knackig durch Walnüsse. Das ist eindeutig einer meiner neuen Lieblingskuchen.

Streuselkuchen mit schwarzen Johannisbeeren und Walnüssen:
Für den Kuchen:
125 g schwarze Johannisbeeren
100 g Walnüsse
150 g brauner Zucker
200 g Butter
200 g Mehl
3 Eier
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 Schuss Kirschwasser
Für die Streusel:
25 g Mehl
15 g brauner Zucker
10 g Butter
½ TL Zimt
1 Prise Salz

Streuselkuchen mit schwarzen Johannisbeeren und WalnüssenDen Ofen auf 170 °C vorheizen. Die weiche Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Die Eier und den Schuss Kirschwasser hinzu geben und weiter rühren. Mehl, Salz und Backpulver vermischen und löffelweise zum Teig geben. Die Beeren waschen und abtropfen. Die Walnüsse grob hacken. Beides am Schluss unter der Teig heben und den Teig dann in eine gefettete Kastenform gießen. Die Zutaten für die Streusel in eine Schüssel geben und mit den Händen zu einer krümeligen Masse verarbeiten. Die Streusel gleichmäßig über den Teig verteilen und ab damit in den Ofen für ca. 40-45 Minuten. Mit einem Holzstab testen, ob der Kuchen durch ist, abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form stürzen, damit nicht alle Streusel abgehen.

Heute ist Weltbacktag!

Es leben die sinnlosen Einrichtungen des Tages des Was-auch-immer! Finde ich immer einen prima Anlass, um irgendwas zu rechtfertigen. Bei mir ist es mein heutiges Backen. Denn es ist ja Weltbacktag. Und da habe ich mir vorgenommen endlich mal meine kupfernen Backformen für Canelé de Bordeaux auszutesten. Canelés werden aus einem sehr dünnflüssigen Teig gebacken, der einen niedrigen Mehl- und einen hohen Zuckeranteil hat. Dadurch bildet sich außen eine Karamelschicht, während der Teig innen weich und fluffig, fast schon wie Pudding, ist. Köstlich! Jetzt hat natürlich nicht jeder die passenden Formen dafür. Ich habe meine Kupferformen während meines letzten Paris Aufenthalts gekauft und musste nun im Nachhinein feststellen, dass das, was ich da für teuer hielt, recht günstig war im Gegensatz dazu, was die hier kosten. Man kann in Deutschland recht günstig Silikonbackformen kaufen. Diese sind auch besser zu handhaben, aber halt nicht so schön. Und die Hitzeverteilung ist anders, ich bin mir nicht sicher, wie unterschiedlich sich das gestaltet. Canelés muss man übrigens bald essen, da die Karamelkruste sonst weich und der Teig zäh wird. Aber sie sind so köstlich, dass das das geringste Problem ist.

Canelés de Bordeaux:
½ Liter Milch
250 g Zucker
100 g Mehl
50 g geschmolzene Butter
2 Eier
1 Eigelb
2 EL Rum
1 Schuss Vanillearoma
½ TL Zimt (oder je nach Geschmack Lavendel, Kardamom, Kakao, Nelken …)

CanelésDas wichtigste zuerst: Der Teig muss am Vortag vorbereitet werden, da er über Nacht ruhen muss. Wenn man als Aroma etwas wählt, das ausgesiebt werden muss wie z.B. den Lavendel oder ganze Nelken, sollte man die Milch mit dem Gewürz aufkochen darin ziehen lassen. Die Eier, das Eigelb und den Zucker cremig rühren. Löffelweise das Mehl dazu geben und ebenfalls unterrühren. Nun den Rum und die Milch einrühren. Am Schluss die flüssige Butter unterrühren. Den Teig nun in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag den Ofen auf 180 °C vorwärmen. Bei Kupferformen diese buttern und mit Zucker ausschwenken. Die Silikonform muss nicht vorbehandelt werden. Den Teig noch einmal gut durchrühren und die Formen zu 2/3 füllen. Ca. 40 Minuten backen, die sichtbare Unterseite sollte eine schöne braune Farbe haben. Bei den Kupferformen ist es wichtig, die Canelés nach dem Backen sofort aus der Form holen, sonst härten sie aus und sind sehr schwer aus der Form zu bekommen.

Frohe Ostern

Ich wünsche euch allen ein gesegnetes Osterfest! Ich werde es mir auch sparen Kommentare über das Wetter abzulassen, das tun andere schon zu Genüge. Wir haben es dieses Jahr ruhig angehen lassen, was mich aber natürlich nicht davon abgehalten hat, trotzdem was zu backen. Und passend zu Ostern habe ich mich für einen Kuchen mit Karotten entschieden. Von einer lieben Freundin hatte ich aus Rügen einen Sanddorn-Aufstrich mitgebracht bekommen. Den kann man aber auch bei uns im Reformhaus kaufen. Das Rezept habe ich von chefkoch.de entliehen, es aber, wie immer, noch ein wenig modifiziert. Die Schnitten sind dank des Sanddorns und des Quarks, den ich für die Creme verwendet habe, schön frisch und fruchtig geworden. So ist es wenigstens in unserem Kühlschrank ein wenig frühlingshaft.

Sanddorn-Karotten-Schnitten:
Für den Teig:
300 g Karotten
3 Eier
100 g Molasse- oder Rohrzucker
100 g Dinkelvollkornmehl
150 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
Schale von 1 unbehandelten Orange
½ Packung Backpulver
1 gehäufter TL Zimt oder Lebkuchengewürz
Für die Creme:
1 Kg Magerquark
Saft von 1 Orange
1 TL Vanilleextrakt oder 1 Packung Vanillezucker
50 g Rohrzucker
2 Tüten Agar Agar, entsprechend für 1 kg Quark
250 g Sanddorn-Aufstrich
Zum Verzieren:
50 g gehobelte Mandeln

Sanddorn-Karotten-SchnittenDen Ofen auf 170 °C vorheizen. Die Eier trennen und die Eiweiß mit 50 g des Zuckers steif schlagen. Die anderen 50 g Zucker mit den Eigelb schaumig schlagen. Die Karotten hobeln und den Orangenabrieb untermengen. Mehl, Backpulver, Gewürz und gemahlene Nüsse miteinander vermischen. Wenn das Eiweiß steif ist, Eigelb unterheben und nach und nach die Mehlmischung hinzu geben. Ein Backblech mit Backpapier belegen und scharfe Kanten ziehen, damit der Teig nicht darüber hinaus läuft und das Backpapier sich gut abziehen lässt. Den Teig gleichmäßig auftragen und 20-25 Minuten backen. In der Zeit den Quark mit dem Zucker, dem Sanddorn-Aufstrich und der Vanille vermischen. Den Orangensaft erhitzen und das Agar Agar darin auflösen. Sobald es erkaltet ist, etwas von der Quarkcreme untermischen und die Masse dann unter den Rest der Creme geben. Die gehobelten Mandeln in einer trockenen Pfanne rösten. Wenn der Kuchen fertig ist, ein wenig abkühlen lassen und dann auf den Tisch stürzen. Das Backpapier abziehen und den Kuchen wieder auf das Blech legen. Mit der Quarkcreme bestreichen und 2 Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen. Dann mit einem Messer Schnitten schneiden und diese mit den Mandeln bestreuen.

Wenn das Tierheim vorbei schaut…

Seit Oktober letzen Jahres sind wir ja glückliche Katzenbesitzer von zwei kleinen Fellknäuel-Viechern, die wir aus dem Tierheim geholt haben. Für heute hat sich eine ehrenamtliche Helferin angekündigt, um mal nachzuschauen, ob es den beiden bei uns auch gut geht. Sie hat zwar nichts von den beiden gesehen, weil sie immer noch sehr scheu gegenüber Fremden sind, aber ich denke doch trotzdem, dass wir bestanden haben! Um die gute Dame wohl zu stimmen, habe ich natürlich was gebacken, was sie aber verschmäht hat. Eventuell wollte sie nicht als bestechlich gelten… wer weiß das schon. Meine Muffins sind aber trotzdem sehr lecker geworden und ich möchte sie meiner Leserschaft nicht vorenthalten! Sie sind übrigens super geeignet, um überrreife Bananen zu verarbeiten. Je reifer, desto besser. So sind sie leichter zu zermatschen und haben auch mehr Aroma.

Bananen-Paranuss-Muffins:
125 g Vollkornmehl
125 g Butter
100 g braunen Zucker
2 reife Bananen
2 Eier
60 g Paranüsse
1 gestrichender TL Backpulver
1 Messerspitze Kardamompulver
1 Schuss Vanilleextrakt
1 Schuss Rum
ggf. 1-2 EL Milch
1 Packung Zartbitter Kuchenglasur

Bananen-Paranuss-MuffinsDen Ofen auf 170 °C vorheizen. Die Bananen schälen und in Stücke schneiden. Mit einem Kartoffelstampfer oder mit dem Mixstab pürieren. Die Paranüsse im Blitzhacker je nach Wunsch grob oder fein hacken. In der Küchenmaschine die Eier, den Zucker, das Vanilleextrakt (ersatzweise eine Tüte Vanillezucker), den Rum und die Butter schaumig rühren. Dann die Banane hinzu geben. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Kardamompulver vermengen und nach und nach zum Teig geben. Am Schluss die Paranüsse einrühren. Sollte der Teig zu trocken sein, mit etwas Milch verflüssigen, sodass der Teig zäh vom Rührbesen tropft. Nun den Teig zu 2/3 in Muffinformen füllen und für ca. 20 Minuten backen. Die Kuchenglasur im Wasserbad erhitzen und auf die abgekühlten Muffins verteilen.

Sonne? Sonne??

Es ist ja nun inzwischenzeit offiziell. Dies ist einer der dunkelsten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Wir haben es bisher auf nur knapp 100 Sonnenstunden geschafft. Das ist wirklich deprimierend. Besonders schlimm finde ich auch, dass sich das auf die Qualität meiner Fotos auswirkt, die mit hellem Tageslicht einfach gleich viel besser werden. Wie dem aber auch sei, das hält mich nicht davon ab, trotzdem weiter zu backen, kochen und zu bloggen. Nur nicht die Hoffnung aufgeben! Momentan stehe ich ja immer noch so auf meine Tartelette-Formen. Es macht einfach Spaß sich immer neue Füllungen auszudenken. Diesmal hatte ich ein paar Äpfel, die nicht mehr so frisch waren und die ich daher einkochen wollte. Aber einfach nur eine Apfelmusfüllung fand ich zu langweilig. Da bin ich über Paranüsse gestolpert (gibt es bei dem bekannten Discounter, der sich in Nord und Süd aufteilt) und dachte mir, das könnte doch mal was sein! Und was soll ich sagen? Lecker!

Apfel-Tartelettes mit Honig-Paranüssen (für 4 Stück):
Für den Mürbeteig:
250 g Mehl
100 g Butter
25 g Zucker
1 Eigelb
1-2 EL Wasser
Für die Füllung:
Für das Mus:
3-4 Äpfel
1 Prise Zimt
70 ml Apfelsaft
1 Schuss Calvados
1 gehäufter EL Stärke
evetuell etwas Zucker
Für die Nussschicht:
100 g Paranüsse
2-3 EL Honig

Apfel-Tartelette mit Honig-ParanüssenZuerst aus den Zutaten für den für den Mürbeteig rasch einen Teig kneten und diesen in Klarsichtfolie schlagen und 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Den Backofen auf 170 °C vorheizen. Den Teig in 4 gleich große Stücke schneiden und in die vier Tartelette-Formen drücken, dabei den Rand hochziehen. Mit einer Gabel auf dem Boden wie am Rand Löcher einstechen, damit die Luft entweichen kann und keine Blasen entstehen. Die Tartelettes ca. 20 Minuten backen, bis sie leicht Farbe annehmen. Herausnehmen und abkühlen lassen. In der Zeit die Äpfel schälen, entkernen und würfeln. In eine kleine Kasserolle geben, den Zimt, den Apfelsaft und den Calvados hinzu geben und aufkochen lassen. Die Apfelstücke auf kleiner Flamme ca. 10 Minuten weich kochen und die Flüssigkeit einkochen lassen. Die Stärke in eine Tasse geben und etwas von der Flüssigkeit aufgießen und beides miteinander verrühren. Wenn die Äpfel weich sind, mit einem Kartoffelstampfer oder mit dem Zauberstab zu einem Mus stampfen bzw. verrühren. Die Stärke unterrühren und noch einmal aufkochen. Wem das Mus nicht süß genug erscheint, kann es noch nachsüßen. Da die Nussschicht aber mit Honig vermischt wird, ist das nicht unbedingt notwendig. Das Mus in die erkalteten Tartelette-Formen geben und in den Kühlschrank stellen. Die Paranüsse im Blitzhacker grob hacken und dann in einer trockenen Pfanne auf kleiner Pfanne goldbraun rösten. Abkühlen lassen und in einer Schale mit dem Honig vermengen. Auf die Tartelettes verteilen und vorsichtig verstreichen. Nun alles zusammen noch einmal ca. 1 Stunden durchkühlen lassen.

Und noch mal aus dem Office

Was ich ja schon gerne mache, ist meine Backkünste an meine Kolleginnen abzugeben. Ich schleppe regelmäßig Macarons, Muffins, Kuchen und Tartelettes ins Büro und bin unter meinen werten Kolleginnen bereits als Feeder verschrien, was ich wohl auch bin. Gestern hatte ich eine Tartelette dabei, die ich mir gerecht geteilt habe. Momentan bin ich nämlich total Tartelette verrückt. Ich habe mir bei dem allseits bekannten Kaffeeröster 4 Formen erworben, die seit dem nur noch zwischen Herd, Kühlschrank und Spülmaschine hin- und herwandern. Ich mache einen recht simplen Mürbeteig und fülle ihn, mit was auch immer mir so einfällt. In dieser Version ist es eine Quark-Puddingfüllung mit Blaubeeren. Yummy!

Quark-Pudding-Tartelettes mit Blaubeeren:
Für den Mürbeteig (für 4 Formen):
250 g Mehl
100 g Butter
25 g Zucker
1 Eigelb
1 Prise Salz
1-2 EL Wasser
Für die Füllung:
½ Packung Vanillepudding
250 ml Milch
2 EL Zucker
250 g 40 % Quark
1 Schuss Vanilleextrakt
Puderzucker nach Bedarf 
1 Schale Blaubeeren (125 g)

Quark-Blaubeer-TartelettesDie Zutaten für den Mürbeteig zusammen in eine Schüssel geben und zügig mit der Hand zu einem glatten Teig verarbeiten. Ggf. etwas Wasser nachgeben. Den Teig in Frischhaltefolie packen und ca. 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. In der Zeit den Vanillepudding mit der Milch und dem Zucker anrühren, aufkochen und abkühlen lassen. Den Ofen auf 175 °C vorheizen. Nach der Ruhezeit den Teig in 4 gleich große Stücke teilen und in die leicht gefetteten Formen eindrücken und den Rand hochziehen. Mit einer Gabel gleichmäßig einstechen, damit keine Luftblasen beim Backen entstehen. So erspart man sich auch das blind backen mit Backpapier und Hülsenfrüchten. Nun den Mürbeteig ca. 20 Minuten backen, bis er ganz leicht Farbe angenommen hat. Herausnehmen und abkühlen lassen. Den inzwischen erkalteten Vanillepudding mit dem Schuss Vanilleextrakt und dem Quark vermengen. Nach Geschmack mit Puderzucker nachsüßen. Die Blaubeeren in 4 Portionen aufteilen, wovon je die Hälfte auf den Boden kommt und der Rest in die Creme gedrückt wird, die danach eingefüllt wird. Nun die Tartelettes im Kühlschrank noch mal 1-2 Stunden durchkühlen lassen. Da kann kein gekauftes Puddingteilchen mithalten!

 

Was getan!

Kirsch-Schoko-muffins mit  KrokantHeute war ich fleißig und habe endlich eine Arbeit abgeschlossen, die schon länger meinen Schreibtisch blockiert. Dann habe ich noch das Lieblingsspielzeug von meinem Kater wieder gefunden, das er verschleppt hatte. Als Belohnung habe ich dann Muffins gebacken! Etwas leckeres braucht der Mensch, und backen ist ja für mich Entspannung pur. Da ich aber keine Zeit hatte, noch groß einkaufen zu gehen, habe ich mich für recht simple Muffins entschieden, die ich früher immer gerne gemacht habe, aber lange nicht mehr hatte. Diesmal habe ich ihnen aber noch ein Topping verpasst und sie so zu köstlichen kleinen Kalorienbomben gemacht.

Kirsch-Schoko-Muffins mit Krokant:
Für die Muffins:
200 g Mehl
125 g Butter oder Magarine
125 g Zucker
3 Eier
1 TL Backpulver
1 Glas Schattenmorellen
2 EL Kirschwasser oder anderer Obstler
1 Schuss Vanilleextrakt
2 EL Milch
70 g Raspelschokolade
Für das Topping:
100 g Zartbitterkovertüre
20 g Butter (optional)
Haselnusskrokant

Den Ofen auf 170 °C vorheizen. Die Eier in der Küchenmaschine schaumig schlagen und das Fett hinzu geben. Nun Zucker, Vanilleextrakt und Kirschwasser hinzu. Mehl und Backpulver löffelweise hinzu geben und zum Schluss die Raspelschokolade unterrühren. Wenn der Teig nicht locker genug vom Rührbesen läuft, noch Milch hinzufügen. Die Schattenmorellen abtropfen lassen. Die Muffinform mit Papierförmchen auslegen und zu 2/3 mit Teig befüllen. Je 5 Schattenmorellen leicht in den Teig eindrücken. Die Muffins 20 – 25 Minuten backen. Die Kuvertüre grob hacken und im Wasserbad schmelzen. Die Butter unterrühren. Die Kuvertüre wird dadurch cremiger. Wer Kalorien sparen möchte, kann sie weglassen. Nach der Backzeit die Muffins abkühlen lassen und mit Kuvertüre bestreichen. Den Krokant in eine Untertasse streuen und die Muffins kurz reindrücken, um sie zu bedecken (wenn man den Krokant streut, höpft er durch die ganze Küche). Noch ein wenig aushärten lassen und genießen!

Last Minute Geschenk aus der Küche

Es weihnachGrapefruit-Ingwer-Siruptet nun ja schon gar sehr. Endlich haben die meisten Urlaub und bereiten sich auf Weihnachten vor. Netterweise liegt ja noch das ganze Wochenende vor uns, an dem wir shoppen, basteln und kochen können, was das Zeug hält, um unsere Liebsten zu beschenken. Letztes Jahr habe ich bereits viele Geschenke aus meiner Küche heraus gezaubert, dieses Jahr bin ich leider nicht zu viel gekommen. Eine Sache habe ich dann aber nun doch noch kreiert. Das Rezept habe ich auf einem amerikanischen Blog gefunden und leicht abgeändert. Ich momentan eh auf meinem Sirup-Trip, da passte mir das gut in den Kram. Das schwierigste an dem Rezept war, eine unbehandelte Grapefruit zu finden. Schließlich bin ich in einem großen Supermarkt auf Bio-Grapefruits gestoßen. Laut EU-Verordnung dürfen die in keiner Weise behandelt sein, um den Zusatz Bio tragen zu dürfen. Sicherheitshalber habe ich sie trotzdem mit heißem Wasser und einer Bürste abgeschrubbt. Folgendes ist es schlussendlich geworden:

Grapefruit-Ingwer-Sirup:
700 ml Wasser
400 g Zucker
1 unbehandelte Grapefruit
100 g Ingwer
1 TL schwarze Pfefferkörner

Die Schale der Grapefruit und den Ingwer unter heißem Wasser gründlich reinigen. Die Schale von der Grapefruit und den Ingwer in dünne Scheiben schneiden. Den Zucker und das Wasser in einem Topf auf dem Herd erhitzen. Wenn der Zucker gelöst ist, die Schale, den Ingwer und die Pfefferkörner hinzu fügen. Alles einmal aufkochen und dann bei mittlerer Hitze eine Viertelstunde einkochen. Darauf den Sirup vom Herd ziehen und 24 Stunden mit den Zutaten ziehen lassen. Danach durch ein Sieb in verschließbare Behälter abseihen. Der Sirup schmeckt köstlich als Aperitif mit Sekt aufgegossen. Hierzu je nach Geschmack 2-3 TL Sirup in ein Sektglas geben und aufgießen. Ein Grapefruit-Filet entweder auf den Glasrand stecken oder halbieren und in das Glas geben. Die Schale der Grapefruit machen diesen Sirup recht bitter, der Ingwer und der Pfeffer scharf und aromatisch. Ich war zuerst recht skeptisch, dann aber von dem Geschmack sehr begeistert. Ich werde es als Aperitif zum Weihnachtsessen servieren, ich bin gespannt, wie es bei den anderen ankommt.