Fisch am Abend

Heute bin ich spät aufgestanden, dann war ich lange unterwegs und da wir uns entschieden haben, den Abend schön auf der Couch zu verbringen, haben wir auch erst spät gegessen. Bei unserem Spaziergang über die Berger Straße sind wir am Fischlädchen vorbei gekommen und haben zwei Doraden mitgenommen. Dazu wollte ich nur Gemüse machen, die Doraden sind groß genug, da muss man nicht auch noch Kohlehydrate reinstopfen. Mir kam etwas in den Sinn, das ich vor eine Ewigkeit mal gemacht habe, Auberginen-Tomaten-Mozzarella-Türme. Ich weiß nicht mehr, ob das Rezept genau so ging, ich habe es nämlich trotz durchforsten der Kochbücher, in denen ich es vermutet habe, nicht gefunden, aber sie sind mir auch so wunderbar gelungen. Jetzt sind wir pappsatt und glücklich, ich blogge nur noch schnell und dann ab auf die Couch!

Dorade mit Auberginen-Tomaten-Mozzarella-Türmchen:
Für die Doraden:
2 ausgenommene und entschuppte Doraden
½ Zitrone
2 Knoblauchzehen
2 Rosmarinäste
4-6 Tymianzweige
2-4 Oreganozweige
1 Schnapsglas Weißwein
2 EL Olivenöl
Salz & Pfeffer
Alufolie zum einschlagen
Für die Türmchen:
1 große Aubergine
2 große Fleischtomaten
1 Büffelmozzarella
1 Knoblauchzehe
1 TL gehackter Thymian
1 TL gehackter Oregano
3 EL Olivenöl
Salz & Pfeffer
4 Blätter Basilikum zum Garnieren

Dorade mit Auberginen-Tomaten-Mozzarella-TürmchenZuerst die Aubergine waschen und möglichst aus der Mitte 8 fingerdicke Scheiben herausschneiden. In einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze ohne Fett rösten, bis sie Farbe bekommen und weich werden. Aus den Fleischtomaten ebenfalls 8 fingerdicke gleich große Scheiben herausschneiden, den Mozzarella und die Knoblauchzehe in 4 Scheiben schneiden. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Die Doraden gründlich mit kaltem Wasser spülen und eventuelle Reste der Innereien herausspülen. Die Zitrone in Scheiben schneiden, ebenso die Knoblauchzehen. Die Kräuter waschen. Die Doraden innen und außen salzen und pfeffern und je auf ein großes Stück Alufolie, das auf einem Backblech liegt, legen. Die Bäuche gleichmäßig mit Zitronenscheiben, Knoblauch und den Kräutern füllen. Die Alufolie hochschlagen und die Fische mit Olivenöl und Weißwein beträufeln, dann die Alufolie verschließen, sodass der Saft nicht ausläuft oder gänzlich verdampfen kann. In eine große Auflaufform auf den Boden Olivenöl verteilen. Nun in vier Türme abwechselnd Auberginen und Tomaten schichten, dazwischen Kräuter und pro Turm eine Scheibe Knoblauch geben, die Tomaten salzen und pfeffern. Zu oberst den Mozzarella auflegen. Dorade und Gemüse gleichzeitig in den Ofen schieben und beides für ca. 30 Minuten backen. Wenn der Mozzarella Farbe angenommen hat, ist alles fertig. Die Dorade vorsichtig aus der Folie heben und mit dem Saft übergießen. Die Türmchen mit einem frischen Basilikumblatt garnieren. Diese kann man übrigens auch als Vorspeise oder als kleinen Snack mit Ciabatta servieren.

Frische Kräuter vom Fensterbrett

Dieses Jahr habe ich endlich mal einen Blumenkasten vor meinem Fenster aktiviert. Schuld daran sind meine Katzen. Denn eigentlich habe ich vor allen Fenstern Blumen, und da man die Fenster zum gießen öffnen muss, um an die Blumenkästen vor dem Fenster zu kommen, habe ich das bisher immer sein gelassen. Ich bin viel zu faul, um jedes mal alle Pflanzen weg zu räumen, nur um das Fenster öffnen zu können. Nun habe ich aber zwei kleine Randalierer in meiner Wohnung, die einfach großartig darin sind Blumentöpfe umzuschmeißen und an Pflanzen zu knabbern. Als sie mir eine Fensterbank leer geräumt haben, habe ich beschlossen, die Gelegenheit beim Schopfe zu packen und auch keine Pflanzen mehr hinzustellen. Anstatt ist jetzt vor dem Fenster ein Blumenkasten, in dem ich Kräuter gesät habe. Da sprießt Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Salbei und Kresse. Die kam natürlich zuerst heraus und steht bereits eine Weile in voller Pracht. Heute bin ich das erste mal dazu gekommen sie zu ernten und zu verwenden. Ich habe eine wunderbare Senfsoße mit jeder Menge frischer Kresse darin gemacht. Senfsoßen können recht schnell etwas muffiges an sich haben, finde ich. Mit der Kresse ist sie aber herrlich fisch geworden. Danke, Miezen!

Pangasius mit Kresse-Senf-Soße und grünem Spargel:
2 Pangasiusfilets
500 g grüner Spargel
125 g Naturreis
Für die Soße:
2 Schalotten
20 g Butter
2 gehäufte EL Mehl
20 cl Apfel- oder Weißwein
150 ml Milch
2 EL Dijonsenf
1 TL Senfsaat
1 Packung frische Kresse
frisch geriebene Muskatnuss
Salz & Pfeffer

Zuerst den Naturreis mit der doppelten Menge Wasser aufsetzen, einmal aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze langsam garen. Die Fischfilets salzen und pfeffern. Den grünen Spargel waschen und das untere Stielende an der natürlichen Sollbruchstelle abbrechen. Die Schalotten fein würfeln und in einer tiefen Pfanne mit Pangasius mit Kresse-Senf-Soße und grünem Spargelder Butter kurz anschwitzen. Nun das Mehl einstreuen und eine Schwitze erzeugen, d.h. das Mehl mit der heißen Butter verbinden, bis eine homogene gummiartige Masse entsteht. Nun den Wein unter ständigem Rühren, am besten mit einem Schneebesen, langsam eingießen und die Schwitze verflüssigen. Den Wein kurz aufkochen, dann die Milch unter ständigem Rühren hinzu gießen, bis die Soße flüssig genug erscheint. Wenn sie zu flüssig wird, kann man am Schluss immer noch mit Soßenbinder nachhelfen. Da bin ich mir nie zu schade zu. Nun die Senfsaat einstreuen und mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz aufkochen. Die Kresse waschen und fein hacken. Unter die Soße heben. Ein paar Zweige als Deko zurück halten. Die Hitze nun herunter drehen und den Fisch in die Soße legen. Einen Deckel auflegen und den Fisch so langsam pochieren. Den Spargel entweder in Salzwasser kurz blanchieren oder dämpfen, wenn man einen Dampfeinsatz hat. Nach 10 Minuten ist der Fisch gar und kann mit Spargel und Reis serviert werden. Die Soße lässt sich natürlich auch super mit Tafelspitz, Hühnerbrust oder Eiern kombinieren und auch das Gemüse ist frei variabel. Brokkoli oder Blumenkohl stelle ich mir auch lecker dazu vor.

Jetzt ist aber endlich mal Spargel angesagt

Am Wochenende habe ich jetzt endlich mal die Spargel-Saison eröffnet. Ich persönlich mag grünen Spargel lieber als den weißen, da er milder ist und, wie ich finde, vielfältiger einsetzbar ist. Besonders gerne esse ich ja auch den grünen Baby-Spargel, den es im Asia-Shop zu kaufen gibt. Hier gibt es nun auch eine asiatische, genauer gesagt eine japanische, Variante. Denn Miso, Sake, Sojasoße und Sesam passt zu ganz vielem knackigen Gemüse. Grüner Spargel mit Miso und ForellenfiletsDas Gemüse kann man ganz unterschiedlich anreichen, zu Fleisch, Fisch oder Tofu. Hier habe ich mich für geräucherte Forellenfilets entschieden, die bringen schon einen so tollen Eigengeschmack mit, dass man mit ihnen einfach nichts mehr anstellen muss, außer sie hübsch anzurichten. Daher sind sie oft meine Wahl, wenn es schnell gehen soll. Am längsten dauert bei diesem Gericht das Kochen des Naturreis, der wegen seiner erhaltenen Schale länger zum weich werden braucht. Dafür enthält er auch viel mehr Nährstoffe und sättigt viel besser und dauerhafter.

Grüner Spargel mit Miso-Sake-Soße und geräuchterter Forellen:
500 g grüner Spargel
300 g Cocktailtomaten
2 Schalotten
150 g Naturreis
2 geräucherte Forellenfilets
1 EL Misopaste
1 EL Sake
1 EL Sojasoße
1 EL Mirin
1 TL brauner Zucker
¼ Bund Koriander
2 EL gerösteten Sesam
1 EL Sesamöl
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zuerst den Naturreis nach Gebrauchsanweisung aufsetzen. Die harten Stielenden des Spargels abschneiden und den Spargel in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Die Schalotten würfeln. Das Sesamöl erhitzen und die Schalotten anschwitzen. Darauf den Spargel und die Cocktailtomaten hinzu geben und ebenfalls anschwitzen. Aus Miso, Sake, Sojasoße, Mirin und Zucker die Soße anrühren und über das Gemüse gießen. Weitere 5 Minuten köcheln lassen. In der Zeit den Koriander hacken. Am Ende der Garzeit mit Pfeffer abschmecken und den Koriander und den Sesam unterrühren. Mit Reis und Forellenfilet servieren.

Freitags kann man schon mal Fisch machen

Ich hatte heute volles Programm, zuerst zum Friseur, dann einkaufen, dann Macarons backen. Sowas füllt einen Vormittag schon aus. Ich habe mich an Kokos-Macarons versucht, was aber weitestgehend schief gegangen sind. Sie sind nicht sehr toll aufgegangen und viele sind geplatzt. Seufz. Macarons, ihr Diven! Aber das Mittagessen ist dafür gelungen. Ich habe tolle Zanderfilets bekommen und da ich ja eine Tüte Kokosraspel aufgerissen hatte, habe ich mich dazu entschieden eine Kokospanade auszuprobieren. Es ist erstaunlich, wie süß sie doch geworden ist! Da hat es gut getan, dass ich als Kontrapunkt Spitzkohl mit Chili, Knoblauch und Ingwer gemacht habe. In der Kombo sehr lecker!

Zanderfilet mit Kokospanade und Ingwer-Chili-Spitzkohl:
Für den Fisch:
2 Zanderfilets
1 Ei
4 EL Kokosraspel
2 EL Semmelbrösel
3 EL Mehl
Saft einer ½ Zitrone
Salz & Pfeffer
2 EL Sonnenblumenöl
1 EL Butter
Für den Spitzkohl:
½ Spitzkohl
3-4 Knoblauchzehen
1 rote Peperoni- oder Chilischote
1 Daumen großes Stück Ingwer
Saft einer ½ Zitrone
1 EL Sonnenblumenöl
1 EL Fischsoße
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Ingwer in dünne Scheiben schneiden und grob würfeln. Chili entkernen und in Ringe schneiden. Knoblauch in feine Scheiben schneiden. Den Spitzkohl in feine Ringe schneiden. Die Zanderfilets in der Mitte durchschneiden, salzen und pfeffern und mit dem Zitronensaft beträufeln. Kokosraspel und Semmelbrösel vermischen und in einen tiefen Teller geben, in zwei weitere Teller das Mehl und das verquirlte Ei. Zanderfilet in Kokospanade mit Ingwer-Chili-SpitzkohlDie Filets zuerst im Mehl, dann im Ei und zuletzt in der Panade wälzen. Öl und Butter in einer Pfanne erhitzen und den Fisch darin bei mittlerer Hitze langsam von beiden Seiten anbraten, damit er goldbraun und knusprig wird. In einer zweiten Pfanne Chili, Ingwer und Knoblauch anbraten und dann den Spitzkohl anschwitzen. Mit dem Zitronensaft ablöschen und den Kohl 10 Minuten einkochen lassen. Mit Fischsoße und Pfeffer abschmecken. Ich habe dazu Reis gereicht, Kartoffelpüree kann ich mir aber auch gut vorstellen.

Lunch im Office

Ich habe einen Bürojob in der Spätschicht, weswegen ich dem Luxus fröhnen kann, fast jeden Mittag zu kochen und nicht im Büro essen zu müssen. Heute hatte ich eine Schulung, weswegen ich etwas zum Mitnehmen zaubern musste, das ich mir zwischen hier und da schnell zwischen die Kiemen geschoben habe. Da ich am Wochenende asiatische Nudelsuppe gemacht habe und noch viele Kräuter und Sojasprossen übrig hatte, habe ich mich für einen Glasnudelsalat entschieden. Ich habe übrigens dazu endlich mal den Julienne-Schneider eingeweiht, den ich mir schon vor einer Weile gekauft habe. Er hat nicht viel gekostet und ich habe mir nicht viel von ihm versprochen, aber siehe da, er produziert im Nu perfekte Julienne-Streifen! Julienne StreifenIch bin ziemlich begeistert, da ich die ganze Zeit nach einem guten Hilfsmittel hierfür gesucht habe. Er schafft zwar nur ungefähr die halbe Karotte, den Rest kann man ja aber neben dem Kochen knabbern. Meiner ist übrigens von dieser bekannten Firma, für die so ein dämlicher ehemaliger Boxer Werbung macht, wa? Aber nun zum Glasnudelsalat.

Glasnudelsalat mit Garnelen und frischem Gemüse:
1 Packung Glasnudeln
ca. 12 Garnelen
1 mittelgroße Karotte
1-2 kleine Gurken
1 halbe rote Paprika
1 Stange Sellerie
1-2 Blatt Chinakohl
20 g Sojasprossen
1-2 frische Shiitake Pilze
2 EL gehackte Cashew- oder Erdnusskerne
2 Frühlingszwiebeln
2-3 Stängel Thai-Basilikum
2-3 Stängel Koriander
ein paar Blätter frische Minze
Marinade für die Garnelen:
1-2 Knoblauchzehen
1 rote Chilischote
1 kleines Stück Ingwer
1 TL Sesamsaat
1 EL Sesamöl
1 EL Sherry
1 EL Sojasoße
1 TL Zucker
Salatdressing:
1 EL Sesamöl
1 EL Sonnenblumenöl
1 EL Sojasoße
1 EL Fischsoße
Saft einer halben Zitrone
1 EL Sweet Chili Sauce
1 Prise Zucker
Salz & Pfeffer

Zuerst den Knoblauch und dn Ingwer grob hacken und die Chilischote entkernen und in Ringe schneiden. Alles in einem Mörser mit dem Sesamöl, der Sojasoße und dem Zucker mörsern. Glasnudelsalat mit Garnelen und frischem GemüseErst zum Schluss die Sesamsaat drunter rühren, sie soll ganz bleiben. Die Marinade über die Garnelen und die gewürfelten Shiitake-Pilze geben und vermengen. Zur Seite stellen und ziehen lassen. In einer trockenen Pfanne die Cashew- oder Erdnusskerne anrösten und abkühlen lassen. Die Glasnudeln in heißem Wasser 2-3 Minuten weich kochen und in ein Sieb gießen, ebenfalls abkühlen lassen. Die Karotten in Julienne-Streifen schneiden, die Gurke, den Sellerie und die Paprika würfeln. Den Chinakohl in feine Streifen schneiden. Die Kräuter hacken und die Sojasprossen halbieren. Nun die Garnelen und die Pilze in einer kleinen Pfanne kurz und scharf anbraten und abkühlen lassen. Aus den angegebenen Zutaten das Dressing anrühren. Glasnudeln mit dem Gemüse, den Garnelen, den Nüssen und dem Dressing anrühren und für eine halbe Stunde ziehen lassen. Das Foto ist übrigens tatsächlich im Büro aufgenommen, deshalb in der dekorativen Dose!

Fisch mal anders

Knurrhahn im SchinkenmantelSchon vor einer Weile waren wir im Frischeparadies einkaufen und haben von dort Knurrhahnfilets mitgebracht, die wir erst mal tiefgefroren haben. Jetzt hatte ich endlich mal Zeit und Muße sie zu machen. Knurrhahn ist ein im Geschmack sehr kräftiger Fisch, der gerne für Eintöpfe verwendet wird, da er viel Aroma abgibt. Dazu waren mir diese Filets aber viel zu schön. Ich musste sie zwar noch mal mit einer Pinzette entgräten. Da es aber sehr feste und große Gräten waren, ging das recht gut und ich habe auch wirklich alle heraus bekommen! Ein absolutes Muss, wenn man mit einem Gräten-Paniker verheiratet ist. Ich habe dann ein Rezept gefunden, das den Knurrhahn wie Saltimbocca mit Schinken und Salbei verwendet. Ich habe das Rezept noch leicht abgewandelt und dazu ein Kartoffelgratin mit Gorgonzola gemacht. Als Beilage gab es Feldsalat mit Rote Bete. Das war kein schweres Gericht, aber sehr nobel. Das kann man gut machen, wenn man jemanden festlich bewirten will.

Knurrhahn im Schinkenmantel:
4 Knurrhahnfilets
8 Scheiben dünnen Räucherschinken
8 große Salbeiblätter
1 gutes Stück geschmolzene Butter
1 EL Olivenöl
1 Schuss Weißwein
1 unbehandelte Zitrone
Salz & Pfeffer

Kartoffelgratin mit Gorgonzola:
300 g Kartoffeln
100 ml Sahne
100 ml Milch
50 g Blauschimmel
1 Schuss Weißwein oder Zitronensaft
Muskat
Salz & Pfeffer

Die Knurrhahnfilets wenn nötig mit einer Pinzette entgräten. Die Filets können sehr lange, sehr feste Gräten beinhalten. Die Filets mit der Haut nach unten auf ein Brett legen, mit etwas flüssiger Butter bestreichen, ein Salbeiblatt auflegen und mit Pfeffer bestreuen. Je ein Filet in zwei Schinkenscheiben einwickeln. Ein Stück Frischhaltefolie nehmen und den Knurrhahn darin einwickeln. Die Enden gegeneinander wie ein Bonbon drehen. So mit den restlichen Filet verfahren. Sie sollten nun 30 Minuten im Kühlschrank ruhen.

In der Zeit das Gratin zubereiten. Dazu mit der Küchenmaschine die geschälten Kartoffeln fein hobeln, sie sollten dünn aber nicht durchscheinend sein! Die meisten Gratinrezepte verwenden rohe Kartoffelscheiben. Bei mir hieß das im Ergebnis meist, dass die Außenseiten verbrannt und das Innere roh ist. Daher blanchiere ich die gehobelten Kartoffeln inzwischen kurz. Das ändert nichts am Geschmack und so gelingt es wenigstens immer! Ich verwende hierzu einen Dampfeinsatz, den ich für die Mikrowelle habe. Das geht aber natürlich auch auf dem Herd mit Wasser. In einem kleinen Topf die Sahne und die Milch erhitzen und den Gorgonzola würfeln, hinzu geben und schmelzen lassen. Mit Salz, Pfeffer und viel Muskat abschmecken. Wer möchte, kann auch noch ein wenig Weißwein oder Zitronensaft hinzu geben. Die gedünsteten Kartoffelscheiben fächerartig in eine Auflaufform legen und mit der Sahne-Käse-Mischung übergießen. Vorher gut umrühren, damit die Gewürze nicht erst am Schluss heraus kommen.

Nun den Ofen auf 200 °C erwärmen und die Knurrhahnfilets in eine mit Olivenöl beträufelte Auflaufform legen. Die Filets aus der Frischhaltefolie wickeln und in die Form legen. je zwei halbe Scheiben der Zitrone und ein Salbeiblatt oben auf legen. Nun noch mit Weißwein übergießen. Gratin wie auch den Fisch in den Ofen geben und ca. 20 Minuten backen. Nach der Garzeit die Fischfilets auf einen Teller legen und kurz in den Ofen zurück stellen. Die Auflaufform auf den Herd stellen und mit dem restlichen Weißwein oder einfach etwas Wasser den Fond lösen und eine leichte Soße herstellen. Wer noch Butter vom bestreichen am Anfang übrig hat, kann sie hinzu geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zusätzlich habe ich noch ein paar Kirschtomaten in einer Pfanne scharf angebraten und mit dem Fisch und dem Gratin serviert.

Öfter mal mit Fisch experimentieren!

Heute war ich in der Kleinmarkthalle, weil ich eigentlich eine unbehandelte Grapefruit haben wollte. Das stellte sich aber als Ding der Unmöglichkeit heraus. Zitronen und Orangen haben sie alle, aber keine Grapefruits. Schade, ich wollte nämlich einen Sirup aus der Schale, Ingwer und Pfefferkörnern machen, da muss ich mir nun wohl etwas anderes überlegen. Mit Orangen wird das sicherlich sehr weihnachtlich, aber gerade das wollte ich nicht haben. Ich werde noch mal in mich gehen. In der Kleinmarkthalle wurden aber überall frische Shiitake Pilze angeboten, die wirklich lecker aussahen. Davon habe ich dann welche erstanden, dazu noch frischen Pak Choi und Thai-Basilikum. Meine nächste Station war ein türkischer Lebensmittelladen mit großer Fischtheke. Da habe ich mir einen Weißfisch ausgesucht, den ich bisher noch nie gegessen bzw. verarbeitet habe. Ich habe seinen Namen auch gleich vergessen, ich glaube, dass auf dem Schild auch ein türkischer Name stand oder der deutsche war so falsch geschrieben, dass er nicht als solcher identifizierbar war. Beides ist möglich. Wenn ich es noch herausfinde, trage ich den Namen noch nach. Jedenfalls war er extrem köstlich, er hatte feste, am Rückrad hängende Gräten, von denen sich das sehr saftige, nussig schmeckende feste weiße Fleisch wunderbar ablösen lies. Ich weiß noch, wie er aussah, den hole ich noch mal!

Gegrillter Fisch mit Ingwer-Limetten-Marinade und Pak Choi:
2 ganze Fische
Für die Marinade:
2 EL Sonnenblumenöl
Saft einer Limette oder einer halben Zitrone
1 Daumen großes Stück Ingwer
2 Knoblauchzehen
2 getrocknete kleine Chilis
1 TL Salz
1 TL Zucker
Für das Gemüse:
2-3 Baby Pak Choi
100 g frische Shiitake
2 Karotten
½ rote Paprika
3 Frühlingszwiebeln
2 Äste Thai-Basilikum
1 EL Sesamöl
1 EL Sonnenblumenöl
2 EL Austernsoße
2 EL Wasser
Salz & Pfeffer
1 EL geröstete Sesamsaat
Dazu:
Reis

Zuerst wird die Marinade für den Fisch hergestellt. Hierzu den Ingwer in dünne Streifen schneiden und den Knoblauch grob würfeln. In einem Mörser mit dem Salz, dem Zucker, dem Chil, dem Öl und dem Limettensaft mahlen und die Marinade über den Fisch geben. Mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen. Den Reis aufsetzen und kochen lassen. In der Zeit das Gemüse schneiden. Paprika und Karotten julienne schneiden, also in feine Streifen. Das Grün des Pak Choi in Streifen schneiden und bei Seite legen, ebenso wie das Grün der Frühlingszwiebeln. Die festen Teile zum restlichen Gemüse, die Pilze würfeln. Das Gemüse mit dem Öl in einer Pfanne anschwitzen und mit der Austernsoße und dem Wasser ablöschen, leicht einköcheln lassen. Erst zum Schluss noch das Grün des Pak Choi und der Frühlingszwiebeln hinzu geben und ggf. mit Salz und Pfeffer abschmecken. Eine Grillpfanne ölen und die Fische kurz von beiden Seiten anbraten und mit der restlichen Marinade übergießen. Zum Servieren das Gemüse mit geröstetem Sesam und gehacktem Basilikum bestreuen.

Lila ist die letzte Hoffnung

Letzte Woche habe ich ja Rotkohl gemacht. Ich habe aber nicht den ganzen Kopf gehexelt und gekocht, sondern die vier äußeren Blätter vorsichtig abgetrennt und aufbewahrt. Daraus habe ich am Freitag Rotkohlruladen mit Fischfarce gemacht. Das Rezept habe ich von der Brigitte-Plattform, die gelegentlich ganz interessante Rezepte haben. Ich habe es leicht verändert, mich aber weitest gehend daran gehalten. Trotzdem gebe ich es hier nun noch mal wieder, da ich eine bessere Technik angewandt habe, wie ich finde. Anlass war übrigens lieber Besuch aus der Schweiz, den ich verköstigt habe. Es hat allen sehr gut geschmeckt.

Rotkohlrouladen mit Fischfarce:
Für die Füllung:
4 große Rotkohlblätter
4 mittelgroße Fischfilets
1 altbackenes Brötchen
1 Schuss Milch
optional ein Ei
1 Zwiebel
1 Bund Dill
Muskatnuss
Salz & Pfeffer
Kordel zum Ruladen wickeln
Für die Soße:
1 EL Butterschmalz
1 Schuss Wein oder Zitrone
200 ml Fisch- oder Gemüsefond
1 Schuss Sahne
2-3  EL Meerrettich
1 EL Soßenbinder
Salz & Pfeffer

Zuerst die Rotkohlblätter in reichlich Salzwasser ca. 5-7 Minuten blanchieren. Aus dem Wasser heraus nehmen und gut abschrecken. Eventuell den Strunk herausschneiden. Für die Füllung das Brötchen in kleine Würfel schneiden und in der Milch aufweichen. Ich erwärme die Milch und die Brötchen meist kurz in der Mikrowelle, dann kann man die Brötchen schön mit einer Gabel zermatschen. Den Fisch in kleine Streifen schneiden, die Zwiebel würfeln und in einen Blitzhacker geben. Das Brötchen, den Dill und die Gewürze ebenfalls hinein. Wem die Masse zu trocken ist, kann zur Bindung auch noch ein Ei hinzu geben. Mir hat aber die Milch von den Brötchen gereicht. Sobald eine homogene Masse entstanden ist, diese löffelweise gleichmäßig und mittig in die Innenseite der Kohlblätter verteilen. Nun die Blätter wie ein Paket zusammen falten, am besten zuerst die Außenseiten, dann die Oberseite und die Seite mit dem Strunk als letztes. Mit einem Stück Kordel bei einem Drittel der Längsseite beginnen und einen einfachen Knoten machen. Die Kordel darauf mittig einmal die Längsseite entlang fühen und auf der Unterseite bei der Unterteilung der nächsten zwei Drittel den nächsten Knoten machen. Die Kordel wieder an die Oberseite führen und hier endgültig verknoten. So mit allen Ruladen verfahren. In einer tiefen Pfanne den Butterschmalz erhitzen und die Ruladen kurz darin anbraten. Mit dem Wein ablöschen und den Fond aufgießen. Die Ruladen nun auf kleiner Flamme ca. 20 Minuten köcheln lassen. Am Schluss die Ruladen heraus nehmen und den Meerrettich und die Sahne einrühren. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und mit Soßenbinder eindicken. Ich habe dazu Reis serviert.

 

Ladys Dinner

Meine lieben Arbeitskolleginnen hatten mich zu meinem Geburtstag im Sommer eingeladen und haben mich fürstlich bekocht. Das war so ein richtig netter Mädelsabend, dass wir beschlossen haben, dass man so etwas öfter machen müsste. Es hat zwar nun noch etwas gedauert, bis wir uns zusammen gerauft und einen Termin gefunden haben, aber letzten Sonntag war es dann soweit. Zur Vorspeise gab es Feldsalat mit Himbeeren, karamellisierten Walnüssen und warmen Ziegenkäse, wobei Aurélia hier am Werk war und das Dressing gemacht und Walnüsse und Ziegenkäse vorbereitet hat. Die Hauptspeise habe ich übernommen, ich habe mich auf altbewährtes verlassen. Dieses Gericht habe ich schon oft gemacht, esse es aber immer wieder gerne. Die Zutaten sind leicht zu bekommen und es ist trotzdem ein leckeres Currygericht. Bisher hat es immer noch jedem geschmeckt, dem ich es serviert habe. Zur Nachspeise gab es Schokoladenkuchen, den ich noch vom Vortag übrig hatte, Vanilleeis und eine Rowein-Erdbeer-Reduktion.

Kokosfisch mit Spinat und Tomaten:
4 Weißfischfilets, z.B. Kabeljau
250 g TK-Blattspinat
4 Fleischtomaten
1 Dose Kokosmilch
1 Zwiebel
1 Daumen großes Stück Ingwer
1-2 TL rote Currypaste
1 EL Öl
Fischsoße
Zitronensaft
Salz & Pfeffer

Die Zwiebel und den Ingwer fein schneiden, den Spinat auftauen lassen. Die Tomaten achteln. In einer tiefen Pfanne das Öl erhitzen und Zwiebeln und Ingwer anbraten, danach den Fisch ebenfalls anbraten. Die Tomaten und den Spinat hinzugeben. Die Currypaste zuerst in der Kokosmilch auflösen, so vermeidet man, dass sich Klumpen bilden. Je nach gewünschter Schärfe einen oder zwei Löffel nehmen. Nun die Kokosmilch über den Fisch und das Gemüse kippen und alles ca. 10 Minuten einköcheln lassen. Mit Fischsoße, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Basmatireis dazu kochen und servieren. Wir waren übrigens zu fünft, auch wenn das Foto so aussieht, als ob eine 12-köpfige Familie verköstigt werden müsste.

Raffinierte Ravioli

Ich habe mir schon vor einer Weile einen Ravioliausstecher gekauft, da es doch ein wenig mühsam ist, sie mit einem Glas auszustechen und einer Gabel zu verschließen. Bisher bin ich aber noch nicht dazu gekommen ihn zu verwenden. Da morgen ein Termin wegfällt, hat mir das heute Zeit geschenkt. Die musste ich natürlich gleich mit einem ausgiebigen Kochexzess auf den Kopf hauen und habe Ravioli gezaubert. Nach dem Studium verschiedener Rezepte für Füllungen habe ich mich für eine Eigenkreation entschieden. Die Soße habe ich aber einem Kochbuch entnommen. Die Idee einer Mohn-Meerrettich-Butter klang einfach zu toll. Und dazu konnte ich mir geräucherte Forelle gut vorstellen, was auch wirklich köstlich war. Ein sehr feines Rezept, das man auch sehr gut für Gäste machen kann.

Räucherforellenravioli mit Mohn-Meerrettich-Butter:
Für den Teig:
100 Mehl, Typ 405
100 Hartweizengrieß
100 ml Wasser
Prise Salz
Für die Füllung:
2 geräucherte Forellenfilets
2 Frühlingszwiebeln
¼ Bund Petersilie
250 g Ricotta
Salz & Pfeffer
Für die Soße:
2 EL Butter
2 EL Mohnsamen
1 TL Meerrettich aus dem Glas, noch besser ist frischer

Zuerst muss der Ravioliteig hergestellt werden. Hierzu einfach Mehl, Grieß, die Prise Salz und Wasser in eine Schüssel geben und gut durchkneten. Es sollte ein geschmeidiger, nicht klebender Teig entstehen. Den Teig nun in Frischhaltefolie einschlagen und eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Für die Füllung alle Zutaten grob hacken und in einem Blitzhacker zu einer homogenen Paste verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, aber mit Salz vorsichtig sein, da die Forellenfilets bereits viel Salz mit sich bringen und der Ricotta auch schon viel Aroma beiträgt. Die Paste sollte streichfest sein, es ist also nicht nötig zusätzliche Flüssigkeit hinzuzgeben. Wenn die Masse zu feucht ist, kann man eventuell mit geriebenem Parmesan eindicken. Ist sie zu fest, einfach etwas Milch hinzu geben. Nun den Teig in eine Rolle formen und in vier gleich große Stücke schneiden. Mit Hilfe einer Nudelmaschine oder eines Nudelholzes zwei lange Bahnen ausrollen, die ca. 1 cm breiter als die Ausstechform sind. Eine Bahn auf einen leicht gemehlten Grund legen und mit der Ausstechform in engem Abstand leicht in die Bahn eindrücken, um eine Vorgabe für die Füllung zu haben. Nun einen halben Esslöffel (hier muss man etwas austesten, wie viel optimal ist) in jeweils eine Kreismitte geben. Die zweite Bahn locker darauf legen. Eventuell etwas seitlich ziehen, wenn die Bahn zu schmal ist und nicht die untere Bahn abschließt. Mit dem Ravioliausstecher die Raviolis heraus lösen und auf einen gemehlten Teller oder ein gemehltes Brett legen. Sie sollten sich nicht berühren, da sie sonst miteinander verkleben und aufreißen können, wenn man versucht sie zu trennen. Wenn man die vier Teigteile durch hat, kann man die Reste zusammenkneten und zwei neue gleich große Teile schaffen und von vorne beginnen, bis die gesamte Füllung verarbeitet ist. Sind alle Ravioli gemacht, Salzwasser aufsetzen und die Ravioli im siedenden Wasser 3-4 Minuten kochen lassen und dann abseihen. Für die Soße die Butter in einer kleinen Pfanne schmelzen und den Mohn darin 1-2 Minuten anrösten. Nun vom Herd nehmen, etwas salzen und den Meerrettich einrühren. Vorsicht, das spritzt! Wenn man frischen Meerrettich verwendet, sollte man ihn nicht unterrühren, sondern mit der Butter auf die gekochten und abgeseihten Ravioli geben. Da die Mohnbutter sehr intensiv ist, sollte man nicht zu viel auf die Ravioli geben. Eventuell in einem extra Schälchen servieren.