Lunch-Date auf dem Luisenplatz

Tartelettes mit Pfifferlingen, Speck und SalbeiHeute war ich mit einer Freundin zum Mittagessen verabredet. Da das Wetter gerade so super ist, habe ich zu ihr gesagt, dass ich etwas vorbereiten werde und wir uns auf dem Luisenplatz treffen. Da kann man nett sitzen und das Leben genießen. Nach einigem hin und her Grübeln habe ich mich für etwas Klassisches entschieden, kleine Quiches in Tartelette-Formen. Gestern hatte ich schon gesehen, dass es jetzt schon frische Pfifferlinge gibt und ich wollte unbedingt etwas mit dem frischen Salbei machen, der so gut auf meiner Fensterbank wächst. Also ist das hier dabei herausgekommen:

Quiches mit Pfifferlingen, Speck und Salbei:
Für den Mürbeteig:
200 g Mehl
90 g kalte Butter
1-2 EL Wasser
1 Prise Salz
Für die Füllung:
200 g frische Pfifferlinge
100 g magere Speckwürfel
2 Schalotten
2-3 Knoblauchzehen
1 Schuss Weißwein
6-8 frische Salbeiblätter
2 Triebe mit frischem Oregano
2 Eier
100 g Ziegenfrischkäse
200 g Sahne
2 EL Pinienkerne
2 EL geriebenen Parmesan
Muskatnuss
Salz & Pfeffer

Zuerst die Zutaten für den Mürbeteig mit den Händen schnell zu einem Teig verarbeiten. Diesen in Frischhaltefolie schlagen und für einer halben Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Während dessen kann die Füllung vorbereitet werden. Hierzu Schalotten und Knoblauch fein würfeln und die Pfifferlinge putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Den Oregano vom Stil zupfen, ein paar der größeren Blätter als Deko bewahren. Die Blätter zusammen mit dem Salbei fein hacken. Den Speck in einer mittelgroßen Pfanne auslassen. Sobald er genug Fett gelassen hat, die Schalotten und den Knoblauch einrühren. Wenn beides angeschwitzt ist, mit Weißwein ablöschen und die Pfifferlinge und Kräuter einrühren. Alles kurz einköcheln, bis keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist. Nun den Ofen auf 200 °C vorheizen. Den Teig aus dem Kühlschrank holen, in vier gleich große Stücke zerteilen und damit vier kleine Tartelette-Formen auslegen. Mit einer Gabel in den Boden und den Rand in gleichmäßigem Abstand Löcher stechen, damit der Teig keine Blasen schlägt. Ca. eine Viertelstunde backen, bis der Teig leicht gebräunt ist. Die Eier, den Ziegenkäse und die Sahne verquirlen und mit Muskat, Pfeffer und etwas Salz (nicht viel, der Speck und der Ziegenkäse bringen schon viel mit) abschmecken. Zuerst die Pilzfüllung auf die vier Formen verteilen, dann mit der Ei-Sahne-Mischung begießen. Mit Parmesan und den Pinienkernen bestreuen und im Ofen für ca. eine halbe Stunde backen, bis die Quiches eine goldbraune Kruste haben. Etwas abkühlen lassen und mit Oreganoblättchen belegen.

Warm und kalt ein Genuss

BumenkohlkrokettenDas Gericht, um das es heute geht, habe ich schon vor einer Weile gekocht. Ich habe zwar ein Foto gemacht, bin aber nicht zum bloggen gekommen. Das ging mir mit einigen Gerichten in letzter Zeit so. Die werde ich jetzt nach und nach abarbeiten.

Ich bin ja ein Fan von Blumenkohl. Den esse ich immer wieder gerne in allen Variationen. Und momentan bekommt man richtig schön frischen zu so günstigen Preisen, dass ich ständig nicht widerstehen kann. In meinem Kühlschrank fand sich noch eine Packung Bacon Streifen und da habe ich ein überaus passendes Rezept entdeckt, das ich gleich austesten musste, ein wenig abgewandelt habe und für gut befunden habe.

Blumenkohl-Bacon-Kroketten mit Kartoffelpüree:
Für die Kroketten:
500 g Blumenkohl
3 Eigelb
1-2 EL Stärkemehl
3-4 EL Semmelbrösel
frisch geriebene Muskatnuss
1 Spritzer Zitrone
1 EL fein gehackte Petersilie
Salz & Pfeffer
1 Packung Bacon in Scheiben
Öl zum Ausbacken
Für das Püree:
200 g weich kochende Kartoffeln
1 gutes Stück Butter
Milch nach Bedarf
Muskatnuss
Salz
Zusätzlich:
etwas zerlassene Butter
Röstzwiebeln
frische Petersilie

Den Blumenkohl weich kochen, besser noch dämpfen. Die weichen Röschen in einem Mixer mit den Eigelb, dem Stärkemehl, den Semmelbröseln und den Gewürzen und der Petersilie zu einer homogenen Masse verarbeiten. Mit dem Stärkemehl vorsichtig umgehen, da es schnell den Geschmack des Kohls überdeckt. Lieber mehr Brösel nehmen, wenn die Masse noch zu feucht sein sollte. Mit der Hand kleine Würste formen und jede Wurst mit einer Scheibe Bacon umwickeln. Zwischenzeitlich die Kartoffeln kochen. Die Kroketten in einer Pfanne mit Öl ausbacken. Da der Speck selbst ja auch Fett abgibt, braucht man nicht viel. Auch mit der Hitze aufpassen, sonst verbrennt der Speck. Die weichen Kartoffeln mit Butter, Milch, Muskatnuss und Salz zu Püree stampfen und mit den Kroketten servieren. Etwas Butter in einer kleinen Pfanne zerlassen und bräunen. Über das Püree geben und mit Röstzwiebeln und gehackter Petersilie bestreuen. Die Kroketten schmecken übrigens auch sehr gut und eignen sich damit auch toll für ein kaltes Buffet.

Mit Gewürzen gegen die Kälte

Es ist ja schier unglaublich, wie kalt es ist! Ich bin schon am überlegen, ob ich die Heizung wieder anschalten soll. Bevor ich aber diesen radikalen Schritt unternehme, habe ich entschlossen, es erst mal mit Wärme Pistazien-Minz-Buletten mit Kardamom-Karottenüber Essen zu versuchen. Das geht immer gut, in dem man schöne, wärmende Kräuter und Gewürze verwendet. Zur Vorspeise habe ich eine klare Suppe mit Hühnerherzen gemacht, in die ich ordentlich Chili, Ingwer, Knoblauch und Piment getan habe. Das hat schon mal ordentlich geholfen. Und meine Katzen hat es auch gefreut, denn natürlich ist da ein Herz für sie abgefallen. Zum Hauptgang habe ich mich dann für Frikadellen mit Möhrengemüse entschieden, gewürzt mit wunderbarem Kardamom, mit Minze und Pistazien. Das war sehr köstlich!

Pistazien-Minz-Buletten mit Kadamom-Möhren:
Für die Buletten:
400 g Rinderhack
½ Brötchen
1 Zwiebel
30 g geröstete Pistazien
30 g Ingwer
4 Stiele Minze
1 Ei
1 TL getrockneten Liebstöckel
1 Msp. Kreuzkümmel
1 TL Salz
frisch gemahlener Pfeffer
Öl zum ausbacken
Für die Karotten:
4-6 Karotten
1 EL Butter
2-3 EL gehackte grobe Petersilie
1 Schuss Weißwein
1 TL Thymian- oder Waldhonig (also eher einen bitteren)
2 Kardamomkapseln
Salz & Pfeffer

Das Brötchen in Wasser einweichen. Die Pistazien, die Zwiebel und die Minze im Blitzhacker fein hacken. Den Ingwer in feine Scheiben und dann dünne Streifen schneiden und mit Hack, Ei, ausgedrücktes Brötchen und den Gewürzen zum Rest geben und mit den Händen zu einer homogenen Masse verarbeiten und Buletten formen. Die Möhren putzen und in feine Scheiben hobeln. Die Kardamomkapseln in einem Mörser stoßen und die Schalen entfernen. Die Buletten in einer Pfanne anbraten, in einer zweiten die Butter erhitzen und die Karotten anschwitzen und mit Weißwein ablöschen. Den Kardamom einstreuen. Wenn der Wein verdunstet ist, den Honig dazu geben und die Karotten karamelisieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Schluss die Petersilie unterheben. Buletten mit den Karotten servieren.

Fleisch muss es sein!

Gestern waren wir in einem sehr coolen Edeka bei uns in Frankfurt, bei dem man hervorragend Fleisch einkaufen kann. Da haben wir uns zu einem feisten Steak-Einkauf hinreißen lassen. Dazu gab es dann auch noch eine Bierberatung und so haben wir noch ein nach einer alten Rezeptur gebrautes Kölsch dazu erstanden. Das hat sich als wirklich sehr hervorragende Wahl zu den Steaks herausgestellt. Da der Fokus eindeutig auf dem Fleisch liegen sollte, habe ich mir zu den Steaks nur grünen Spargel mit einer Paprika-Parmesan-Salsa ausgedacht. Die Beilage eignet sich natürlich zu allerei Fisch oder Fleisch, ich kann sie mir sogar als vegetarische Hauptmahlzeit mit Polenta vorstellen. Das Herstellen der Salsa ist etwas aufwändig, lässt sich aber wunderbar vorbereiten und aufbewahren.

Steaks und grüner Spargel Paprika-Parmesan-Salsa:
2 Steaks
500 g grünen Spargel
Olivenöl
1 Stück Butter
Salz & Pfeffer
1 Prise Salz
Für die Salsa:
2 rote Paprika
50 g gehobelten Parmesan
100 ml Olivenöl
1-2 Knoblauchzehen
3-4 Zweige Basilikum
2 EL Zitronensaft
Salz & Pfeffer
1 TL Zucker

Steak und grüner Spargel mit Paprika-Parmesan-SalsaZuerst wird die Salsa hergestellt. Hierzu die Paprika putzen, entkernen und achteln. Den Ofen auf Oberhitze stellen oder die Grillfunktion verwenden. Die Paprikaachtel mit der Haut nach oben auf Backpapier legen und in die höchst mögliche Schiene schieben. Die Paprika ca. 15-20 Minuten grillen, bis die Haut schwarz wird und Blasen wirft. Nun die Paprika in eine Gefriebeuteltüte stecken und verschließen. Eine Viertelstunde abkühlen lassen. Dann lässt sich die Haut ganz leicht abziehen. Die gehäutete Paprika in feine Streifen, dann in Würfel schneiden. Die Knoblauchzehe pressen und mit etwas Olivenöl anbraten. Den Basilikum fein hacken. Einen Teil unter die Paprikawürfel heben, den anderen Teil mit dem Parmesan, dem Olivenöl, dem Zitronensaft, dem Knoblauch und Zucker vermengen und beides mit Salz & Pfeffer abschmecken. Das Steak mit Olivenöl und Salz einreiben und in einer heißen Grillpfanne 2-3 Minuten von beiden Seiten scharf anbraten. Die Pfanne für weitere 5-10 Minuten in den auf 100 °C vorgeheizten Ofen schieben. Die Dauer ist abhängig davon, wie dick die Steaks sind und wie durch man sie haben möchte. Von dem grünen Spargel die Stielenden abbrechen und in reichlich Salzwasser mit einem Stück Butter und einer Prise Zucker 5-7 Minuten kochen. Den Spargel kalt abschrecken, damit er seine Farbe behält. Den grünen Spargel mit dem Parmesan-Öl und den Paprikawürfeln garnieren und die restlichen Paprikawürfel separat servieren.

Irgendwie mexikanisch

Heute habe ich etwas gekocht, was ich nicht oft mache: Einen Nudelauflauf! Also, nicht, dass wir uns missverstehen, ich liebe Aufläufe! Aber sie sind doch immer sehr mächtig mit ihrer dicken Käseschicht und diese Art von Hüftgold verkneife ich mir gerne zu Gunsten eines schönen Tortenstückes. Heute gab es aber kein Halten. Am Wochenende hatte ich mal wieder Tortillas mit Hühnerbrust gemacht und hatte davon noch einige Zutaten übrig. Die habe ich dann heute zu einem köstlichen Auflauf verarbeitet. Dazu habe ich Frijoles gemacht, wobei Frijoles einfach das spanische Wort für Bohnen ist. In dieser Form werden die Bohnen gekocht und püriert. Dazu kann man normale Kidneybohnen verwenden, nimmt man die aus der Dose, muss man sie sogar nur kurz erwärmen, die sind ja schon gekocht. Ich verwende allerdings kleine schwarze Bohnen, die sind halb so groß wie Kidneybohnen und wesentlich aromatischer. Hier muss man aber daran denken, dass man sie am Vorabend in Wasser einlegen muss. Faule können sie aber auch schon fertig angemacht kaufen. Wer keine Pimientos de Padón bekommt, kann auch normale grüne Paprika nehmen. Die sind aber nicht so lecker bitter wie die Grillpaprika, das macht hierbei den Reiz aus.

Mexikanischer Nudelauflauf:
300 g Spirelli-Nudeln
250 g Rinderhack
1 große Zwiebel
3-4 Knoblauchzehen
¼ Bund Koriander
500 ml passierte Tomaten
125 g kleine grüne Grillpaprika (Pimientos de Padrón)
Salsa Verde oder eingelegte Jalapeños
1 EL Paprikapulver
1 EL Oregano
1 EL Olivenöl
Salz & Pfeffer
1 Packung Reibekäse
Für die Frijoles:
125 g getrocknete schwarze Bohnen
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
1 TL Öl
2 Lorbeerblätter
Salz & Pfeffer

Mexikanischer Nudelauflauf mit schwarzen BohnenDie über Nacht eingeweichten Bohnen vom Wasser nehmen und gründlich spülen. Zwiebel und Knoblauch grob hacken und im Öl anbraten. Die Bohnen und den Lorbeer dazu geben, mit Wasser begießen, bis die Bohnen bedeckt sind. Bei geschlossenem Deckel einmal aufkochen und dann ca. eine halbe Stunde weich kochen. Gelegentlich testen, ob die Bohnen schon weich genug sind. In der Zeit kann man die Nudeln vorkochen. Sind die Bohnen soweit, den Lorbeer entfernen und mit dem Pürierstab die Bohnen zu einem Mus verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Zwiebel, den Knoblauch und den Koriander für das Hackfleisch fein hacken und mit dem Öl anbraten, ebenso das Hack. Die Grillpaprika in grobe Stücke schneiden, wer will, kann die Kerne entfernen, man kann sie aber auch mitessen. Die Paprika auch kurz anschwitzen. Die passierten Tomaten aufgießen und entweder mit der Salsa Verde oder mit gehackten eingelegten Jalapeños und den Kräutern würzen und abschmecken, einmal aufkochen. Den Ofen auf 220 °C stellen. Die Nudeln in eine Auflaufform geben und mit dem Hack vermischen. Darauf eine Schicht mit der Bohnenpaste geben und mit Käse bestreuen. Nun ab in den Ofen und goldbraun backen.

Was bin ich?

„Welches Schweinderl hätten’s denn gern?“ „Das rosane mit der Brille!“. Ok, wenn ich hier schon Anspielungen auf alte Spielshows aus den 70ern mache, dann muss ich auch schlechte Witze darüber machen. Aber nun genug davon! Das heutige Gericht fällt unter die Rubrik: Seit ich Macarons mache, habe ich ständig Eigelb übrig, mit denen ich nicht weiß, was zu tun. Die heutige Kreation (Zartbitter-Lavendel mit Blaubeere) hat mich mal wieder ins Grübeln gebracht und da fiel mir ein Gericht ein, das ich früher sehr gerne gemacht habe, aber irgendwie länger nicht mehr hatte. Es handelt sich um Hackbällchen, die in einer Soße schwimmen, sodass man fast meinen könnte, es handelt sich um eine Suppe. Das arme Gericht weiß also nicht so genau, was es ist. Das spielt aber gar keine Rolle, da es überaus köstlich ist, zum reinsetzen, genau genommen. Da man es mit Weißbrot isst, mit dem man die Soße aufsaugt, eignet es sich übrigens auch super für Partys als Alternative zum ewigen Chili. Ach, und eines noch: Auch wenn ich hier von Limetten spreche, habe ich aus Ermanglung eine Zitrone genommen, alleine schon, da ich Abrieb brauchte und unbehandelte Limetten selten sind. Das geht natürlich genau so gut.

Hackbällchen mit Limetten-Fenchel-Soße:
Für die Hackbällchen:
500 g Rinderhack
1 mittelgroße Zwiebel
1 Brötchen
1/8 l Milch
1/8 Bund glatte Petersilie
1 Ei
1 TL Zitronenabrieb
Muskatnuss
2 TL grobes Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
5 EL Mehl
Für die Soße:
1 Fenchelknolle
2 Karotten
1 Zwiebel
1 EL Butter
2 Eigelb
5 EL Limetten- oder Zitronensaft
1 TL gekörnte Brühe
2 TL grobes Meersalz
2-3 Lorbeerblätter
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Hackbällchen in Limetten-Fenchel-SoßeZuerst das Brötchen würfeln, die Milch erwärmen und die Würfel darin einweichen. Im Blitzhacker die Zwiebel und Petersilie fein hacken. Das Hack, das eingeweichte Brötchen, das Ei, den Zitronenabrieb, Muskatnuss, Salz unf Pfeffer hinzu geben. Mit der Hand eine homogene Masse kneten und kleine Bällchen formen. Diese in Mehl wälzen und auf ein Holzbrett legen. Nun die zweite Zwiebel hacken. Von der Fenchelknolle das Grün aufheben und die Knolle fein würfeln. Die Karotten längs vieteln und ebenfalls würfeln. Die Butter in einem Suppentopf zerlassen und die Zwiebel und das Gemüse anschwitzen. Mit 1,5 Liter Wasser auffüllen und die Lorbeerblätter, Brühe und Salz hinzu geben. 2 Minuten aufkochen lassen. Nun die Hackbällchen versenken und eine Viertelstunde bei mittlerer Flamme ziehen lassen. Gegen Ende der Garzeit das Eigelb mit dem Zitronensaft verquirlen. Einige Esllöffel der heißen Brühe unterrühren und dann die Emulsion in die Brühe einfließen lassen und unterrühren. Nun noch mit Pfeffer abschmecken. Sollte die Brühe zu sauer geworden sein, lässt sich im Notfall mit Sahne nachhelfen. Zum Anrichten mit Fenchelgrün bestreuen. Dazu passt ein frisches Baguette, aber natürlich auch Reis, Kartoffeln oder Nudeln.

Ein französischer Klassiker

Vorgestern schon habe ich zu Ostern einen echten Klassiker der französischen Küche gekocht. Kennengelernt habe ich dieses Gericht in dem wunderbaren Film Julia & Julia mit der noch viel wunderbareren Meryl Streep. Hier geht es um die großartie Julia Child, eine, sagen wir, recht rustikale Amerikanerin, die im Frankreich der 50er Jahre ihre Liebe zur Französischen Küche entdeckt, zu einer Zeit, als Kochen definitiv eine Männerdomäne war und zwar einem französischen Mann, versteht sich! Ein lohnenswerter Film für Menschen, die sich für Kochen interessiere, denn alleine schon die schillernde Persönlichkeit von Julia Child lässt einen nicht mehr los. Wer den Film kennt, kann sich schon denken, was ich gekocht habe. Na klar, Boeuf Bourguignon. Ein typisch französisches Gericht, gradlinig, mit guten Zutaten und schmeckt am nächsten Tag noch besser.

Boeuf Bourguignon:
1,5 kg Rinderschmorbraten, wer faul ist, kauft gleich Gulasch
200 g magerer Speck
350 g Champignons
300 g Möhren
200 g Selleriewurzel
4-5 mittelgroße Zwiebeln
2-3 Knoblauchzehen
1 EL Schweineschmalz
1 Flasche kräftigen Rotwein
750 ml Rinderbrühe
1 EL Tomatenmark
2-3 EL Stärke
3-4 Lorbeerblätter
5-6 Nelken
5-6 Wacholderbeeren
nach Geschmack nur Rosmarin, Thymian oder Kräuter der Provence
ggf. 1 Spritzer Worcestershire Soße
Salz & Pfeffer
¼ Bund glatte Petersilie

Boeuf BourguignonDen Schmorbraten in Würfel mit ca. 4-5 cm Kantenlänge schneiden. Die Karotten und den Sellerie putzen und grob würfeln. Die Zwiebeln achteln, den Knoblauch schälen und grob klein hacken. In einem Bräter das Schweineschmalz erhitzen und das Fleisch kräftig anbraten, bis die Poren von allen Seiten verschlossen sind. Wenn sehr viel Wasser austritt, dieses abschöpfen. Nun Karotten, Sellerie und Zwiebeln und den Knoblauch hinzu geben und ebenfalls kurz anschwitzen. Den Rotwein aufgießen und die Gewürze unterrühren. Den Wein einmal aufkochen lassen, dann die Rinderbrühe, kann durchaus aus einem Instantwürfel angerührt sein, angießen. Erneut aufkochen. Nun die Stärke in eine kleine Schale und mit ein paar Löffeln Brühe anrühren. Nach und nach mehr Brühe hinzu geben, bis die Masse dünnflüssig aber nicht klumpig ist, sodass man sie zusammen mit dem Tomatenmark unterrühren kann. Das Fleisch darf nun anderthalb Stunden auf kleiner Flamme köcheln. Gegen Ende der Zeit den Speck würfeln und in einer Pfanne auslassen, bis er schön kross ist. Die Pilze vierteln. Speck und Champignons zum Fleisch geben und alles noch einmal eine gute halbe Stunde köcheln lassen. Am Schluss noch mal abschmecken, ggf. mit etwas Worcestershire Soße. Dazu passen Nudeln, Kartoffeln oder auch Reis, je nach Geschmack. Zum Servieren mit gehackter Petersilie bestreuen.

Japanisch für Anfänger

Habe ich hier in meinem Blog eigentlich schon mal über meine Koch-Gruppe auf Facebook berichtet? Das ist irgendwann einmal aus Langeweile heraus geboren und ist inzwischen ein echter Selbstläufer. Ausgangssituation war ein Chat mit meinem besten Freund, den ich fragte: Was koche ich mir heute? Er meinte darauf: Gründe doch ne fb-Gruppe und frag da! Das habe ich dann getan. Ich habe meine Freunde eingeladen, einige sind drin geblieben, einige sind raus gegangen. Diejenigen, die Spaß fanden am gemeinsamen diskutieren über Essen haben angefangen ihre Freunde zu der Gruppe einzuladen. Irgendwann fingen Menschen an anzufragen, ob sie der Gruppe beitreten können. Inwzischen sind wir über 230 Mitglieder, viele davon nur passiv, manche, die gelegentlich was posten und ein kleiner Kern der Hardcore Kochenden, die täglich posten und keine Diskussion unkommentiert lassen. Es werden Rezepte ausgetauscht, Tipps gegeben, Fragen gestellt und beantwortet, Links und Bilder geteilt. Eine insgesamt sehr lebendige Gruppe, die mir täglich Spaß macht. japanischer Rollbraten1Daher habe ich auch das gleich folgende Rezept, das laut Aussage der Posterin von einer japanischen Hausfrau stammt. Sie brachte mich übrigens auch auf die Idee nicht einfach nur irgendeinen Schweinerollbraten zu nehmen, sondern zu meinem Metzger zu gehen und mit von ihm einen mit den von mir gewünschten Zutaten füllen zu lassen. Ich wusste gar nicht, dass sowas geht. Eine brilliante Idee! Das werde ich bestimmt öfter machen lassen.

Japanischer Schweinerollbraten:
1 Schweinerollbraten (durchwachsen, nicht zu mager) vom Metzger mit Knoblauch und Ingwer füllen lassen
1 EL Schweineschmalz
1 EL Olivenöl
2 Liter schwarzer Tee
125 ml Sojasoße
2-3 El grob gehackter Ingwer
2 Stange Zitronengras
5-6 Knoblauchzehen
6-7 kleine Zwiebeln, in Achtel geschnitten
1 TL schwarze Pfefferkörner
1 EL Zucker
Als Deko:
1 Frühlingszwiebel

Japanischer SchweinerollbratenZuerst den schwarzen Tee aufsetzen und ziehen lassen. Den Schweinerollbraten in einem Bräter in dem erhitzen Fett von allen Seiten scharf anbraten. Zwiebeln, Knoblauch, Inwer, Pfeffer und Zitronengras hinzu geben und kurz anschwitzen. Mit dem Tee und der Sojasoße ablöschen. Den Zucker einstreuen. Nun den Braten bei kleiner Flamme und offenem Bräter mindestens 2 Stunden köcheln lassen. Dann vom Herd nehmen und über Nacht erkalten lassen. Am nächsten Tag hat sich der Schmalz oben auf der Soße abgesetzt. Wer möchte, kann es abschöpfen und so eine kalorienbewusste Version der Soße machen. Die restliche Soße durch ein Sieb gießen. Den Braten kalt und sehr dünn aufschneiden, mit der Soße beträufeln und mit dünn schnittenen Frühlingszwiebelringen bestreuen. Ich habe dazu Kartoffel- und Kürbisspalten aus dem Ofen serviert, Reis und Gemüse ist bestimmt auch immer eine gute Alternative. Toll ist auch, dass wirklich viel Soße übrig bleibt, die man dann noch weiter verwenden kann.

Ein wunderbarer Samstag

Wir waren in der letzten Zeit viel an den Wochenenden unterwegs und morgen geht es schon wieder auf ein Konzert. Da haben wir beschlossen, dass wir uns heute einen Tag einfach nur mit uns beiden und unseren Katzen zu Hause gönnen. Das hat mir die Gelegenheit gegeben, mal wieder ausgiebig zu kochen und mich in der Küche auszutoben. Mittags habe ich uns Cesar’s Salad gemacht, mit selbst gemachten Croutons und Dressing aus Eigelb, Anchovis, Knoblauch und Olivenöl. Zum Abendessen habe ich seit langem mal wieder mein Baby, meine elektrische Nudelmaschine ausgepackt und Ravioli gemacht. Beim Türken habe ich Hühnerlebern erstanden und damit die Füllung gemacht. Dabei sind auch noch je 2 Hühnerherzen für unsere Pelzviecher abgefallen. Die sollen ja auch einen wunderbaren Samstag haben!

Ravioli mit Leber-Shiitake-Füllung:
Für den Teig:
100 g Mehl
100 g Weizengrieß
100 ml Wasser
½ TL Salz
Für die Füllung:
150 g Hühnerleber
1 kleine Zwiebel
6 getrocknete Shiitakepilze + 200 ml Einweichwassesr
1 Schnapsglas Portwein
1 EL Ziegenfrischkäse
1 EL Olivenöl
1 TL Majoran
Salz & Pfeffer
Für die Soße:
8 Blätter frischen Salbei
100 g mageren Speck
1 EL Butter
das Einweichwasser der Pilze
frisch gemahlene Muskatnuss
Salz & Pfeffer

Ravioli mit Leber-Shiitake-FüllungZuerst aus den angegebenen Zutaten den Teig mit den Händen kneten, in Frischhaltefolie wickeln und für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Die getrockneten Shiitake-Pilze mit heißem Wasser übergißenen und einweichen lassen. Die Lebern säubern und in grobe Stücke schneiden, ebenso die Zwiebel. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Leber und die Zwiebel anbraten, bis die Leber durch ist. Den Portwein angießen und leicht einkochen lassen, aber nicht ganz verkochen. Die Pfanne vom Herd ziehen. Die Shiitake-Pilze grob würfeln und Leber und Pilze in den Blitzhacker geben. Majoran und Ziegenfrischkäse hinzu geben und eine homogene Masse herstellen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nach der Ruhezeit des Teiges den Teig in vier Teile schneiden. Aus jedem Stück eine Bahn mit der Nudelmaschine austollen, halbieren und mit dem Ravioliausstecher auf einer Bahn die Ravioli leicht vordrücken, um so besser die Füllungen auftragen zu können. einen halben Teelöffel der Füllung pro Ravioli auftragen und die zweite Hälfte auflegen. Mit dem Ausstecher Ravioli ausstechen. Die fertigen Ravioli auf einen Holzbrett legen, nicht auf Porzellan oder Keramik, da sie dort schneller einreißen, wenn man sie wieder ablösen will. Sind alle Ravioli ausgestochen in einem großen Topf Salzwasser zum kochen bringen und die Ravioli darin für 2-3 Minuten kochen. In einer kleinen Pfanne den Speck, den in feine Streifen geschnittenen Salbei und die Butter erhitzen und braten. Ist der Speck knackig genug, das Einweichwasser der Pilze angießen und einmal aufkochen. Mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken und über die abgetropften Ravioli geben.

Dann mal nachträglich alles Gute!

Gestern war ja internationaler Frauentag und da rufe ich mir doch mal ein herzliches Alles Gute! zu. Ich habe ja darüber nachgedacht, was ich besonderes für so einen Anlass kochen könnte, aber mir ist nichts wirklich frauenspezifisches eingefallen. Also habe ich einfach etwas gekocht, das mir gut schmeckt. Da ich schon lange keine Hülsenfrüchte mehr hatte, habe ich mich für Linsen entschieden. Lamm-Köfte mit Feta und LinsengemüseMein Mann hatte Feta gekauft, auf den ich Lust hatte, also habe ich das ganze mit Köfte, wie man die Buletten in der Türkei nennt, kombiniert. Dazu habe ich richtig leckeres Lammhack gekauft, frisch vor meinen Augen durchgedreht aus einem schönen Stück Fleisch. Herrlich! Und langsam aber sicher bekommt man auch wieder Gemüse, um leckere Salate zu machen. Also habe ich noch kleine feste Gurken mit Tomaten, Paprika, eine rote Zwiebel und grobe Petersilie zu einem knackigen Salat verarbeitet, also im Prinzip wie mein Petersiliensalat, nur diesmal nicht scharf mit einer grünen Peperoni, sondern mild mit einer normalen roten Paprika.

Lammköfte mit Feta und Linsengemüse:
Für die Köfte:
400 g Lammhack
½ Feta
1 Zwiebel
1 Scheibe in Milch eingeweichtes Toastbrot
1 Ei
2 Knoblauchzehen
¼ Bund glatte Petersilie
1 EL Harissa-Paste
1 TL Paprikapulver
1 TL Liebstöckel
1 TL Salz
Pfeffer
Olivenöl zum braten
Für das Linsengemüse:
125 g Berglinsen
½ Lauchstange
2 große Kartoffeln
2 Möhren
1 Stück Staudensellerie
wenn vorhanden Fenchel, Petersilienwurzel, Weißkohl, also fest kochendes Gemüse
1 EL im Mörser gestoßene Koriandersamen
1 TL Liebstöckel
1 TL Majoran
2 TL gekörnte Brühe
1 EL Olivenöl
Schuss Weißwein

Zuerst das Gemüse grob würfeln und in einer großen Pfanne anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen und die Linsen hinzu geben. Die Gewürze hinzu geben und großzügig mit Wasser bedecken. Einmal aufkochen lassen und dann bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen weich sind. Zwischendurch ggf. Wasser nachgießen. In der Zwischenzeit die Zwiebel, den Knoblauch und die Petersilie hacken. Das kann man prima im Blitzhacker machen. Das Hack, das eingeweichte Toastbrot, das Ei und die Gewürze hinzu geben und alles miteinander vermengen. Den Feta würfeln und erst am Schluss unterheben. Mit der Hand kleine, längliche Buletten formen und in einer Pfanne mit ausreichend Öl braten.