klein, rot und verdammt sauer!

Johannisbeer ChutneySo, hier nun endlich mal ein Nachtrag von etwas, was ich nun schon locker vor vier Wochen gekocht habe und zwar mit meiner Mama zusammen! Da war ich nämlich bei ihr und wir haben alle Johannisbeeren aus dem Garten geerntet, schwarze, weiße und rote. Da meine Mutter weiß Gott genug Marmelade hat, haben wir uns etwas anderes überlegt, was wir mit den Beeren machen wollten. Also haben wir uns für ein Chutney entschieden, säuerlich-süß, das himmlisch zu Ziegenfrischkäse oder Backcamembert schmeckt oder zum Abschmecken für Wildgerichte. Es ist wirklich mörderisch lecker geworden, wir sind total begeistert und werden das nächstes Jahr bestimmt wieder machen, wenn wir das jetzige leer haben. Da wir noch einige Himbeeren gefunden haben, haben wir die auch noch darunter gegeben, das gibt eine zusätzliche Fruchtnote.

Johannisbeer-Chutney:
500 g rote oder weiße Johannisbeeren (wenn man nur weiße nimmt, wird die Farbe nicht so schön rot, daher maximal halb-halb)
20 g Ingwer
1 große Zimtstange
1 mittelgroße rote Chilischote, frisch oder getrocket
175 g Gelierzucker
optional 50 g Himbeeren

Die Johannisbeeren (und ggf. die Himbeeren) waschen Johannisbeerchutneyund von den Rispen ziehen. Den Ingwer waschen, aber nicht schälen. In hauchdünne Scheiben schneiden, ggf. noch mal hälfteln, wem die Scheiben zu groß sind. Da ich es gerne mag, auf Ingwer zu beißen, lasse ich ihn groß. Wer das nicht mag, kann ihn auch reiben. Die Zimtstange in zwei Teile brechen, die Chilischote waschen, aber ganz lassen. In einem Topf die Beeren, Zimt, Chili und Zucker vermischen und 10 Minuten Flüssigkeit ziehen lassen. Nun die Johannisbeeren einmal aufkochen und ca. eine halbe Stunde lang bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Nach der Zeit eine Gelierprobe machen. Hierzu einen TL auf einen Unterteller gießen und in den Kühlschrank stellen. Nach wenigen Minuten kann man sehen, ob die Masse die gewünschte Festigkeit hat. Ist das Chutney genug eingekocht, die Zimtstangen heraus fischen und warm in frisch ausgekochte Marmeladegläser füllen und darin abkühlen lassen. Die Chilischote haben wir dekorativ in ein Glas dazu gegeben. Beim Zimt würde ich das nicht tun, der würde noch zu viel Geschmack abgeben.

Alles muss raus!

Ich habe eigentlich ständig irgendwelches Gemüse in meinem Gemüsefach, das ich verarbeiten muss. Was immer geht ist ein Eintopf oder ein Curry. In der Variante hier mache ich Taschen daraus, die man Gemüse-Curry-Tascheauch prima vorbereiten und dann kalt essen kann. So kann man auch einfach mal auf Vorrat was machen, wenn mal wieder ein Kühlschrankputz angesagt ist. Da ich Teig selbst machen meist zu aufwändig finde, benutze ich Yufka-Teig, den es beim Türken zu kaufen gibt und mit dem ich sehr gerne arbeite. Er ist dünner als der übliche Blätterteig, den es sonst so zu kaufen gibt. Er bringt selbst erst mal kein Fett mit, muss dafür aber in Fett ausgebacken werden und wird dadurch schön knusprig.

Gemüse-Taschen mit Joghurtdip:
Für die Taschen:
1 Packung runde Yufka-Blätter
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
1 Chilischote
1 Stück Ingwer
ca. 200 g Gemüse, das der Kühlschrank hergibt wie Karotten, Sellerie, Paprika, Kohlrabi, Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Fenchel, Tomaten usw.
1 Schuss Weißwein
1 TL Currypulver
Salz & Pfeffer
Sonnenblumenöl zum ausbacken
Für den Dip:
100 g Naturjoghurt
5 frische Minzblätter
ein Spritzer Zitrone
1-2 Frühlingszwiebeln
Salz & Pfeffer

Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Chili fein würfeln. Das Gemüse ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Alles in etwas Öl andünsten und mit Weißwein ablöschen. Mit Curry, Salz und Pfeffer abschmecken und das Gemüse fünf bis zehn Minuten weich dünsten, bis keine Flüssigkeit mehr da ist. Die Yufka-Blätter vierteln und mit einem Pinsel mit Wasser befeuchten. Zwei bis drei Esslöffel der Gemüsemasse auf die breite Seite des Blattes legen, ca. auf das untere Drittel. Die untere Seite einschlagen, die beiden Seiten ebenfalls und aufrollen. So mit den restlichen drei Teilen des Blattes verfahren. Die Taschen dann in reichlich Öl bei mittlerer Temperatur ausbacken. Für den Joghurtdip die Minze und die Frühlingszwiebeln sehr fein hacken und unter den Joghurt rühren. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und zu den Taschen servieren.

Jetzt ist wohl Sommer

Wenig gepostet in letzter Zeit… ich hatte familiär bedingt sehr viel um die Ohren, wenn ich die Ruhe und Muße dazu habe, werde ich diesbezüglich nochmal etwas schreiben. Nun aber in aller Kürze und Würze. Es ist heiß, die Küche möchte kalt bleiben, also gibt es ein schön erfrischendes und kaltes Süppchen aus Radieschen und Buttermilch. Den Kick gibt hier der Ingwer als Würzung.

Kalte Buttermilch-Radieschensuppe:
1 Bund Radieschen
2-3 Frühlingszwiebeln, hiervon nur der weiße Teil
2-3 Knoblauchzehen
etwas Butter
½ Liter Buttermilch
1 Becher saure Sahne
1 Becher Hüttenkäse
Saft einer ½ Zitrone
2 TL Sahnemeerrettich
½ TL gemahlener Ingwer
frisch geriebene Muskatnuss
Salz & Pfeffer

Kalte Buttermilch-RadieschensuppeDa ich einen empfindlichen Magen habe, was Knoblauch angeht, schwitze ich diesen erst noch mit etwas Butter an. Das hat den Vorteil, dass die Suppe auch noch etwas Röstaromen abbekommt. Frühlingszwiebeln und Radieschen nun putzen und grob hacken. Alle Zutaten in einen Mixer geben und pürieren. Abschmecken und noch mal eine halbe Stunde kalt stellen, damit sie richtig frisch schmeckt. Dazu schmeckt jede Art von Brot, von Baguette bis Pumpernickel. Herrlich erfrischend!

Ein Klassiker

Ich halte meine Veggi-Woche soweit gut durch und habe auch noch gar keine Gelüste. Das wird sich morgen wohl schlagartig ändern, da sind wir nämlich zum Grillen verabredet. Gestern war ich bei meinen Tofu-BologneseEltern und da habe ich spontan etwas mitgebracht. Ich hatte noch eine große Portion tief gefrorene Tofu-Bolognese, die nun endlich mal aufgegessen werden wollte. Tofu-Bolognese ist wirklich ein tolles Gericht. In der Kombo vermisse ich da Fleisch gar nicht. Ich finde eh, dass bei Bolognese das Geheimnis viel mehr darin liegt, ordentlich zu würzen und es lange köcheln zu lassen, denn im Fleisch. Dieses Rezept stammt übrigens von unserem guten Freund Matze, der das auf einer seiner Geburtstagspartys kredenzt hatte und alle waren verwundert, dass das kein Fleisch ist. Ach, wie man sehen kann, ist das Foto bei meinen Eltern entstanden. Ich möchte bitte besondere Beachtung für die tolle Struktur des original 60er Jahre Esstischs meiner Eltern haben.

Tofu-Bolognese:
2 Packungen Tofu
1 Dose geschälte Tomaten
1 Packung passierte Tomaten
2 Zwiebeln
4-6 Knoblauchzehen
½ Liter Rotwein
1 Chilischote
2-3 Lorbeerblätter
2 EL Olivenöl
1 EL Paprikapulver
1 EL Oregano
2 EL Balsamico Essig
½ Bund glatte Petersilie
Salz & Pfeffer
geriebener Parmesan zum bestreuen

Zwiebeln und Knoblauch hacken, Chili in feine Ringe schneiden. Den Tofu mit Hilfe eines Mörsers zerbröseln, sodass es die Konsistenz von Hack hat. Zwiebeln, Knoblauch und Chili mit Olivenöl anbraten. Den Tofu hinzu geben und mit dem Rotwein aufgießen. Den Rotwein 10 Minuten einkochen lassen. Mit Tomaten, Tomatenmark und allen Gewürzen bis auf den Balsamico und der Petersilie auffüllen und einmal aufkochen. Auf kleiner Flamme mindestens 2, maximal 4 Stunden köcheln lassen. Am Schluss mit Balsamico und der frischen Petersilie abschmecken. Zum Servieren etwas Petersilie zurück behalten und damit und mit Parmesan bestreuen. Die Bolognese lässt sich super einfrieren und eignet sich daher für die Massenproduktion.

Heute beginnt die Veggi-Woche

In meiner Kochgruppe hat gestern jemand gepostet, dass die britische Vegetarian Society ab heute eine National Vegetarian Week ausruft. Spontan habe ich mich entschlossen mitzumachen. Ich werde diese Woche einfach mal komplett auf Fleisch verzichten. Mal sehen, ob das gut geht. Den Anfang hat jedenfalls ein Risotto gemacht. Früher habe ich Risotto für eine wahnsinnig schwere Sache gehalten. Wo bekomme ich den richtigen Reis her, wie mache ich es, dass das Risotto schön schlonzig und nicht einfach nur Matschepampe wird? Fragen über Fragen. Die Antwort: Einfach mal machen, dabei bleiben und rühren. Dann wird das schon!

Gorgonzolarisotto mit grünem Spargel und Pilzen:
250 g Risottoreis, Milchreis oder anderen Rundkornreis, der in ungekochtem Zustand möglichst eine milchig-weiße Farbe haben sollte
300 g grüner Spargel
150 g braune Champignons
ca. 750 ml Gemüsefond
100 ml Weißwein
50 g Gorgonzola
50 g geriebener Parmesan
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
1 EL Butter, 1 EL Olivenöl
Salz & Pfeffer

Die Zwiebel fein würfeln und den Knoblauch in feine Blättchen schneiden. Die Pilze vierteln und vom Spargel den Stielansatz abbrechen und in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. Den Gorgonzola grob würfeln. Butter und Öl in einem Gorgonzolarisotto mit grünem Spargel und Pilzentiefen Topf erhitzen und Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen. Den Reis hinzu geben und ebenfalls anbraten. Wenn der Reis anfängt anzukleben den Weißwein aufgießen und einköcheln lassen. Dabei ständig rühren. Nun nach und nach die Gemüsebrühe eingießen und immer weiter rühren. Nach ca. 10 Minuten den Gorgonzola einrühren. Wenn die Konsistenz zu dick wird, Flüssigkeit nachgießen. Nach 15 Minuten den Spargel und die Pilze einrühren und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Rühren und Flüssigkeit aufgießen dabei nicht vergessen. Ist der Spargel durch, den Parmesan einrühren, bis die gewünschte schlonzige Konsistenz eintritt. Ggf. kann hier auch ein Stück Butter helfen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und nach Belieben mit frischen Kräutern servieren. Macht pappsatt und ist echt lecker!

Und die Kresse wächst…

Kressecremesuppe mit MeerrettichsahneMein Kräuterkasten vor dem Schlafzimmerfenster gedeiht ganz gut. Naja. Primär immer noch die Kresse. Die wuchert regelrecht. Und da sie die zarten Salbeipflänzchen zu überwachsen droht, musste ich ihr heute an den Leib rücken. Das habe ich in Form eines Cremesüppchens getan- Leicht, lecker und mit einer herrlichen Schärfe. Um die Schärfe zu unterstreichen habe ich sie mit Meerrettichsahne und geraspelten Radieschen garniert. Eine wunderbare Vorspeise für ein Frühlingsmenü!

Kressecremesuppe mit Meerrettichsahne:
½ kleine Sellerieknolle
1 Lauchstange
1 große Kartoffel
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Packung Kresse
1,5 L Gemüsebrühe
1 EL Olivenöl
1 Schuss Weißwein
½ Becher Schlagsahne
50 g Gorgonzola
frisch geriebene Muskatnuss
Salz & Pfeffer
Für die Garnitur:
ein paar Kressestiele
2-3 Radieschen
Meerrettichsahne

Das Gemüse grob klein schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch hacken und in dem Öl in einem Suppentopf anbraten. Mit Weißwein ablöschen und das Gemüse hinzu geben. Mit der Gemüsebrühe aufgießen und einmal aufkochen lassen. Ca. 15 Minuten weich kochen. Sobald das Gemüse weich ist, Sahne, klein geschnittenen Gorgonzola und die Kresse dazu geben und mit dem Mixstab pürieren. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Radieschen mit einer Rohkostreibe hobeln und die Suppe mit einem Klecks Meerrettichsahne, Radieschen und Kresse servieren.

Heute mal so richtig gesund!

Irgendwie waren die Ostertage schon wieder so Fleischfressgelage, zuerst mein Boeuf, dann hat meine Mutter eine Lammkeule gemacht. Gestern hatte ich Reste, heute musste es dann unbedingt mal was ohne Fleisch sein. Und irgendwie dachte ich mir, wenn schon gesund, dann auch richtig. Also habe ich schön frisches Gemüse gekauft und die Rohkostreibe ausgepackt. Linsen-Rohkost-Salat mit Joghurt-Tahin-DressingLeider war die Reibe doch der Meinung, dass es was mit Fleisch geben muss und hat ein Stück meiner Fingerkuppe verarbeitet… keine Sorge, es hing noch an einem kleinen Stück fest, ist also nicht reingefallen und auch sonst bin ich nicht verblutet. Da ich nicht nur einen reinen Rohkostsalat machen wollte, sondern etwas, was auch ein paar Stunden sättigt, habe ich mich dazu entschlossen, Linsen dazu zu kochen. Eine unwiderstehliche Mischung!

Linsen-Rohkost-Salat mit Joghurt-Tahin-Dressing:
125 g rote Linsen
½ Stange Lauch
¼ Rettich
1 große Möhre
1-2 Stangen Sellerie
1 Apfel
1-2 Knoblauchzehen
1 TL Olivenöl
200 ml Gemüsebrühe
1 rote Peperoni
¼ Bund glatte Petersilie
2-3 EL geröstete Sesamsaat
Saft einer ½ Zitrone
Für das Dressing:
1 TL Sesamöl
1 TL Distelöl
6 EL Naturjoghurt
2-3 TL Tahin
2-3 EL Apfelessig
2-3 EL Apfelsaft
1 Msp. Kreuzkümmel
1 Msp. Bockshornklee
Salz & Pfeffer

Zuerst den Knoblauch fein würfeln und den Lauch in feine Ringe schneiden. Beides in einem kleinen Topf mit dem Olivenöl andünsten, bis der Knoblauch duftet. Die Linsen hinzugeben und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Die Linsen 6-8 Minuten weich kochen, bis die Flüssigkeit eingezogen ist. Die Linsen abkühlen lassen. Den Rettich, die Möhre und den Apfel auf einer Rohkostreibe reiben und mit dem Zitronensaft beträufeln. Den Sellerie in feine Stücke und die Peperoni in Ringe schneiden, die Petersilie grob hacken. Diese Zutaten ebenfalls untermischen. Aus den Zutaten für das Dressing eben dieses anrühren. Wenn die Linsen erkaltet sind, alles zusammen mischen und auch den gerösteten Sesam hinzu geben. Das schmeckt mit einem guten Vollkornbrot gut, oder aber auch in ein Salatblatt gewickelt als Snack.

Na gut, ich gestehe

Rote-Bete-Tahin-PasteIch bin ein sehr großer Rote-Bete-Fan! Als Kind konnte ich das ja nie leiden. Ich glaube, kaum einer von uns. Ich kann mich noch erinnern, dass meine beste Freundin mal auf eine Party einen Rote-Bete-Salat mitgebracht hat. Am Ende des Abends war alles weggeputzt, nur ihr Salat stand noch immer jungfräulich auf dem Büffettisch. Früher wurde halt auch Rote Bete oft aus dem Glas als Beilage serviert, überhaupt nicht angemacht, einfach nur so, muffig und bäh. Dabei gibt es so viele tolle Sachen, die man mit ihr machen kann. Heute habe ich eine Paste gemacht mit Tahin, das ist Sesampaste, Koriandersamen und Kreuzkümmel. Dazu habe ich Baby Calamaris in meiner tollen Grillpfanne gebraten und mit schön Zitronensaft beträufelt. Ein herrliches Mittagessen war das!

Rote-Bete-Tahin-Paste:
500 g Rote Bete, vorgekocht
1 Knoblauchzehe
2 TL Tahin
3-4 TL Joghurt
1 TL Honig
1 TL Zitronensaft
1 TL Kreuzkümmel
1 TL Koriandersaat
1 TL Olivenöl
1 Schuss Balsamicoessig
½ TL Salz
Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Zubereitung ist denkbar einfach: Die Rote Bete würfeln, den Knoblauch, wer ihn schwer verträgt, fein würfeln und mit etwas Butter in einem kleinen Pfännchen anbraten. Alle Zutaten in den Blitzhacker geben und zu einer homogenen Paste verarbeiten. Zum Servieren eventuell etwas Joghurt extra in die Mitte geben, das sieht hübscher aus.

Wie man sich täuschen kann

Rote-Bete-Balsamico-SuppeLetzten Freitag war ja so schönes Wetter gewesen! Wir haben sogar schon vorsichtig die Saison eingeläutet und den Abend auf dem Friedberger Markt verbracht. Und dann brach am Mittwoch hier der Blizzard über uns herein… so viel zum Thema Frühling. Also doch wieder winterlich kochen, um Herz und Seele zu wärmen. Ich hatte noch eine Packung Rote Bete und dachte, dass ich eine schöne pürierte Gemüsesuppe machen könnte. Auf der Internetseite von Brigitte gibt es ja auch eine Rezepte-Seite mit Newsletter, die auch immer tolle Ideen haben. Nur manchmal sind mir die Rezepte zu umständlich gestaltet, die bauen oft viele merkwürdigen Extraschritte ein, die ich nicht nachvollziehen kann. Daher verändere ich sie gerne und mache meine ganz eigene Kreation daraus.

Rote-Bete-Balsamico-Suppe:
500 g Rote Bete, entweder vorgekocht oder frische
200 g Kartoffeln
1 große Möhre
1 Stück Selleriewurzel
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
1,25 Liter Gemüsebrühe
3 EL guten dunklen Balsamico
½ Becher süße Sahne
1 EL Olivenöl
1 Messerspitze gemahlene Nelken
Salz & Pfeffer
Als Einlage:
Ziegenfrischkäse
ganze Haselnüsse

Das Gemüse putzen und in grobe Stücke schneiden, ebenso die Zwiebel und den Knoblauch. In einem Suppentopf das Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch anschwitzen, dann das restliche Gemüse hinzu geben. Wenn vorgekochte Rote Bete verwendet wird, diese erst nach einmaligem Aufkochen in die Suppe werfen. Mit der Brühe aufgießen und die gemahlenen Nelken und den Balsamico einrühren. Einmal aufkochen und auf kleiner Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Haselnüsse grob hacken und in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze rösten. Wenn das Gemüse weich gekocht ist, mit einem Mixstab alles pürieren, die Sahne dazu geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit einem Klecks Ziegenfrischkäse und den gerösteten Haselnüssen anrichten.

Ja, hört das denn nie auf?

Gestern war der erste Tag, an dem es den Eindruck machte, als ob ganz langsam der Vorfrühling bei uns einkehrt. Nur, damit heute gleich wieder mieses Matsch-Schnee-Wetter herrscht. Ich kann es nun wirklich langsam nicht mehr sehen! Ja, ich weiß, Jammereien über das Wetter sind wirklich nervtötend, aber ich finde, die Schmerzensgrenze ist wirklich langsam mal überschritten. So. Das musste mal raus. Und nun zu etwas völlig anderem. Am Freitag waren wir bei unserem neuen Lieblings-Griechen, der einige wirklich spannende Gerichte anbietet, die über die üblichen Klassiker hinaus gehen. Ich hatte eine Kürbis-Bohnensuppe, die ich mir vorgenommen habe nachzukochen. Da ich noch einen Kürbis übrig hatte, die halten sich ja lange, habe ich mich gestern dran gemacht. Und was soll ich sagen? Meine hat mir besser geschmeckt.

Kürbissuppe mit weißen Bohnen:
500 g Hokkaido-Kürbis
1 große Dose weiße Bohnen mit Suppengemüse
3-4 Karotten
2-3 Stangen Staudensellerie
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
1 Chilischote
1,5 – 2 L Gemüsebrühe
1 EL Olivenöl
1 Schuss Weißwein
1 TL getrockneten Thymian
1 TL Paprikapulver
2 Lorbeerblätter
Salz & Pfeffer
Zur Deko:
geriebener Parmesan
frische Basilikumblätter

Kürbissuppe mit weißen BohnenDie Zwiebel, den Knoblauch und die entkernte Chili grob hacken. Kürbis, Karotten und Sellerie würfeln. Die ersten Zutaten in einem Suppentopf mit dem Olivenöl anschwitzen, wenn die Zwiebeln goldgelb sind, das restliche Gemüse hinzu geben und ebenfalls anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen und kurz verkochen lassen. Mit der Gemüsebrühe aufgießen, bis das Gemüse großzügig bedeckt ist. Die Suppe soll nicht zu dickflüssig werden. Die Gewürze zufügen und einmal aufkochen lassen. Nun das Gemüse bei kleiner Hitze ca. 20 Minuten weich kochen lassen. In der Zeit die weißen Bohnen in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser von der Einlegeflüssigkeit befreien. Wenn das Gemüse weich ist, mit einem Kartoffelstampfer grob durchstampfen, bis keine großen Stücke mehr sichtbar sind. Nun die Bohnen hinzu geben und alles erwärmen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum servieren mit geriebenem Parmesan und Basilikumblättern verzieren. Die Süße von Kürbis und Karotten harmoniert toll zu den deftigen Bohnen. Mein Mann hat sie geliebt, aber er liebt jegliche Formen von Bohnensuppen, das zählt also nicht ganz.