Post aus meiner Küche – Einst träumte ich vom Morgenland

Einst träumten wir...

Einst träumten wir…

Kennt ihr dieses wunderbare Blog Post aus meiner Küche? Die Idee besteht darin sich zu bestimmten Anlässen mit selbst gemachtem aus der Küche zu beschenken, einfach so, weil es Spaß macht, Freude zu bereiten und es spannend ist zu sehen, was man selbst bekommt. Meine Backpartnerin in Crime Yazz hat mich dazu gebracht.

So sah mein Paket am Schluss aus

So sah mein Paket am Schluss aus.

Als die dann zum weihnachtlichen Tauschen aufgerufen haben, haben wir natürlich sofort beschlossen daran teilzunehmen. Und da man ja dann doch immer ein ganzes Blech backt, was ja viel zu viel ist für ein Paket, kamen wir auf die super Idee, ein gemeinsames Thema  zu entwerfen, getrennt zu backen und dann auszutauschen. So war der Plan. Also haben wir uns zusammen gesetzt und überlegt, worauf wir Lust haben. Schnell war klar, dass wir selbst auch neue Dinge ausprobieren und nicht nur auf alt bewährtes zurück greifen wollten. Und dass wir mit vielen verschiedenen Gewürzen arbeiten wollten. Damit war das Oberthema Morgenland/Orient klar. Jede sollte zwei Sorten Plätzchen backen, die wir je austauschen würden, dann noch jede eine Sorte extra, damit die beiden Pakete auch etwas unterschiedlich werden. Das macht also in jedem Paket 5 verschiedene Sorten Leckereien. Aber wir wären ja nicht wir, wenn es dabei tatsächlich geblieben wäre. Natürlich haben wir es völlig ausarten lassen!

Lilith hat auch beim Packen geholfen.

Lilith hat auch beim Packen geholfen.

Ständig texten wir uns: „Ach, ich hab jetzt noch das gemacht!“ und schickten uns Bildern von Kleinigkeiten, die wir noch so ganz nebenbei gezaubert haben. Schlussendlich hatte ich zehn verschiedene Süßigkeiten zusammen, wovon ich dann eine Keksart sogar weggelassen habe (warum eigentlich??), also hat meine Tauschpartnerin neun verschiedene Leckereien bekommen. Aber da ja alles thematisch stimmen musste, hab ich mich noch ans Texten gemacht und mir den Titel „Einst träumte ich vom Morgenland“ und dazu passende Namen für unsere Naschereien ausgedacht und Yazz hat Verpackungen bestellt und kleine Aufkleber gestaltet und so das perfekte Design erstellt. So haben wir also unser Paket für die Aktion „Lasst und froh und lecker sein“ geschnürt und an unsere ausgelosten Partnerinnen geschickt. Deren Reaktionen waren sehr beeindruckend, es scheint echt eingeschlagen zu haben. Das hat echt einen wahnsinnigen Spaß gemacht sich so richtig auszutoben und noch zu wissen, dass man jemand Wildfremden ein echte Überraschung und Freude bereitet! Wenn es möglich wäre, hätte ich mich ja am liebsten selbst überrascht. Aber die Pakete, die wir dann wiederum bekommen haben, waren auch sehr toll! Ich hatte sehr leckere selbst gemachte Pralinen, Schoko Crossies (die waren sooo lecker!!), Plätzchen und einen Amarena-Kirsch-Stollen, den ich bisher noch nicht angefangen habe. Den hebe ich mir für einen schönen Sonntag Nachmittag auf.

Einige Rezepte habe ich aus der Brigitte, die werde ich hier jetzt nicht wiedergeben. Zwei Rezepte werde ich aber doch mit euch teilen, das eine habe ich aus Ideen zusammen gesetzt, die ich in einer Kochsendung gesehen habe, das andere ist eine Kombination aus verschiedenen Rezepten und hat mich etwas Schweiß und mehrere Anläufe gekostet es zu perfektionieren. Das ist eine momentan ziemlich beliebte Geschichte, die Kombination aus Schoko und Minze.

Hmmm, eine ganze Packung leckerer Kekse!

Hmmm, eine ganze Packung leckerer Kekse!

Das wird dann meist After Eight genannt, aber das ist mir zu viel der Schleichwerbung. Die Rezepte kommen meist aus dem Englischen, wo diese Mischung gängiger und insgesamt Minze zu Weihnachten üblicher ist. Dann hab ich ein Rezept auf einem deutschen Blog gefunden, was aber leider völlig unzureichend und mies übertragen war. Nein, man kann die Maßeinheit Cup nicht mit Tasse übersetzen!! Von was für einer Tasse sprechen wir dann? Und man sollte doch zumindest mal die Fahrenheit-Angabe umrechnen können. Wozu hat man denn das Internet? Nun ja. Nicht zu viel aufregen. Jedenfalls habe ich das Rezept nun korrekt umgeschrieben, noch ein wenig daran herum geschraubt und perfektioniert. So funktioniert es wirklich!

 

Schoko-Minz Cookies:
70 g Mehl
2 TL ungesüßtes Kakaopulver
1 Tafel 70 % Zartbitterschokolade
1 Tafel Minzschokolade
1 EL Butter
2 EL Nutella
2 Eier
1 Eiweiß
125 g Zucker
2-3 Tropfen Minzöl (ich nehme japanisches Heilöl, hilft nicht nur bei Kopfweh)
100 g Puderzucker

Mehl und Kakaopulver miteinander vermischen. Im Wasserbad die beiden Tafeln Schokolade schmelzen, Butter, Nutella und Minzöl hinzu geben und eine Masse herstellen. Zur Seite stellen und leicht abkühlen lassen. In einer großen Schüssel,

So hübsche Kekse auch noch hübsch verpackt.

So hübsche Kekse auch noch hübsch verpackt.

Eier, Eiweiß und Zucker schaumig schlagen. Langsam die Schokomischung eingießen und weiter rühren. Nun noch das Kakaomehl unterrühren. Der Teig ist nun wahnsinnig feucht und klebrig! Daher muss er nun abgedeckt zum Aushärten für zwei Stunden in den Kühlschrank. Nach den zwei Stunden den Ofen auf 175 °C vorheizen. Den Puderzucker in eine große Schüssel sieben, er soll schön fein sein. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem Teelöffel kleine Portionen abnehmen und Kugeln formen. Die Kugeln dürfen nicht zu groß sein, sie gehen sehr auseinander, sonst hat man riesige Cookies. Wobei, wer das so haben möchte, auch gut! Diese Kugeln wirft man in die Schüssel mit dem Puderzucker und schüttelt, bis sie komplett und dick bepudert sind. Die Kugel auf ein Backblech mit Papier legen und zwischen den einzelnen Kugeln viel Abstand halten, wie gesagt, sie zerfließen förmlich. Es bietet sich auch an, schnell zu arbeiten, da der Teig einem unter den Fingern wegschmilzt. Zwischen den einzelnen Blechen den Teig auch immer wieder sofort in den Kühlschrank packen. Nach 10-12 Minuten Backzeit, dem entsprechen, wie groß sie sind, sind sie fertig und köstlich!

Salzig-Süße Schokotaler:
1 Tafel 70 % Zartbitterschokolade
1 TL Palmin
50 g blanchierte und gehobelte Mandeln
1 EL Zucker
50 g gesalzene Pistazien
grobes Meersalz
kandierte Veilchen- oder Rosenblätter

Salzig-Süße Schokotaler

Salzig-Süße Schokotaler mit Veilchenblätter. Auch optisch ein Genuss.

Die Zartbitterschokolade mit dem Palmin im Wasserbad schmelzen. Die Mandeln auf ein Blech legen und mit dem Zucker bestreuen. Im Ofen unter der Oberhitze bräunen. Sie brauchen wirklich nur maximal 1-2 Minuten, sie verbrennen sehr, sehr schnell. Hier also unbedingt dabei bleiben, sonst muss man ein paar Anläufe unternehmen. Die Mandeln dann auskühlen lassen, damit der geschmolzene Zucker wieder fest wird und die Blättchen miteinander verschmelzt. Die gesalzenen Pistazien aus der Schale holen, weitest gehend die rötlich-braune Haut abrubbeln und hacken. Auf ein Backblech Backpapier legen und mit einem Teelöffel Schokoladenkleckse geben. Nun die Mandelblättchen auflegen, mit den Pistazienkernen und dem Meersalz bestreuen, zum Schluss noch mit den kandierten Blättern dekorieren. Die Taler aushärten lassen und vorsichtig vom Backpapier lösen. Eine echte Geschmacksexplosion im Mund!

Man kann nie genug mit Kürbis machen

Es ist Herbst und ich bin im Kürbiswahn. Ich habe eine schöne Dekoschale mit Zierkürbissen im Wohnzimmer, in der Küche steht ein großer runde Kürbis, der noch von meinem Mann geschnitzt werden möchte und ich habe gestern einen Muskatkürbis im Ofen gebacken und zu Kürbispüree verarbeitet. Dazu habe ich den Kürbis halbiert und entkernt. Die Hälften habe ich auf ein mit Backpapier belegtes Backblech mit der Schnittseite nach unten gelegt und den Kürbis dann bei 200 C ca. eine Stunde lang gebacken. Mit einem Messer kann man feststellen, wie weich das Fleisch schon ist, die Backdauer hängt von der Größe und Dicke des Kürbisses ab. Nach der Backzeit den Kürbis abkühlen lassen. Die Haut lässt sich teilweise einfach abziehen, eventuell mit einem Sparschäler oder einem Messer nachhelfen. Das Fleisch mit einem Kartoffelstampfer durch stampfen und fertig ist das Püree. Daraus habe ich einen wunderbar duftenden und schmeckenden Pumpkin Pie gebacken. Das Rezept habe ich mir aus unterschiedlichen Rezepten zusammen gestellt und meine eigene Version kreiert. Der ist wirklich sehr würzig und saftig geworden, genau so habe ich ihn mir vorgestellt. Ich habe das Püree nur gestampft und nicht im Blender fein gemixt. Im Nachhinein finde ich das aber besser so, da man so mehr Biss hat. Das nächste mal probiere ich eine Version mit Nüssen aus.

Pumpkin Pie:
Für den Mürbeteig:
225 g Mehl
100 g Butter
1 Ei
80 g Zucker + Vanillezucker
1 TL gemahlener Ingwer
Für die Füllung:
700 g Kürbispüree
2 Eier
1 Becher Creme Fraiche
100 g brauner Zucker
60 g Mais- oder Ahornsirup
1 TL Vanilleextrakt oder 1 Packung Vanillezucker
1 TL Zimt
1 TL Ingwer
½ TL Muskatnuss oder -blüte (Blüte ist milder)
½ TL gemahlene Nelke
2 TL Rum

Pumpkin PieAus den Zutaten für den Mürbeteig einen Teig kneten, diesen in Klarsichtfolie schlagen und ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Nach der Ruhezeit den Ofen auf 170 °C vorheizen und den Teig in eine Tarteform gleichmäßig eindrücken und bis zum Rand hochziehen. Mit einer Gabel gleichmäßig einstechen, damit die Luft entweichen kann. Der Teig ca. 10 Minuten blind backen. In der Zeit die Eier leicht schlagen und mit der Creme Fraiche unter das Kürbispüree rühren. Den Zucker mit dem Sirup, den Gewürzen und dem Rum vermischen und ebenfalls unter das Püree geben. Die Masse nun in den Mürbeteig kippen und den Pie weiter bei 170 °C 30-40 Minuten backen. Da die Masse recht feucht ist, kann es sein, dass der Mürbeteig besonders in der Mitte durchweicht und an der Form anklebt. Den Pie also vorsichtig aus der Form lösen oder am besten einfach drin lassen und die Stücke einzeln heraus lösen. Schlagsahne oder eine Kugel Vanilleeis sind durchaus angebrachte Begleiter, man kann den Pie aber auch pur wunderbar genießen.

klein, rot und verdammt sauer!

Johannisbeer ChutneySo, hier nun endlich mal ein Nachtrag von etwas, was ich nun schon locker vor vier Wochen gekocht habe und zwar mit meiner Mama zusammen! Da war ich nämlich bei ihr und wir haben alle Johannisbeeren aus dem Garten geerntet, schwarze, weiße und rote. Da meine Mutter weiß Gott genug Marmelade hat, haben wir uns etwas anderes überlegt, was wir mit den Beeren machen wollten. Also haben wir uns für ein Chutney entschieden, säuerlich-süß, das himmlisch zu Ziegenfrischkäse oder Backcamembert schmeckt oder zum Abschmecken für Wildgerichte. Es ist wirklich mörderisch lecker geworden, wir sind total begeistert und werden das nächstes Jahr bestimmt wieder machen, wenn wir das jetzige leer haben. Da wir noch einige Himbeeren gefunden haben, haben wir die auch noch darunter gegeben, das gibt eine zusätzliche Fruchtnote.

Johannisbeer-Chutney:
500 g rote oder weiße Johannisbeeren (wenn man nur weiße nimmt, wird die Farbe nicht so schön rot, daher maximal halb-halb)
20 g Ingwer
1 große Zimtstange
1 mittelgroße rote Chilischote, frisch oder getrocket
175 g Gelierzucker
optional 50 g Himbeeren

Die Johannisbeeren (und ggf. die Himbeeren) waschen Johannisbeerchutneyund von den Rispen ziehen. Den Ingwer waschen, aber nicht schälen. In hauchdünne Scheiben schneiden, ggf. noch mal hälfteln, wem die Scheiben zu groß sind. Da ich es gerne mag, auf Ingwer zu beißen, lasse ich ihn groß. Wer das nicht mag, kann ihn auch reiben. Die Zimtstange in zwei Teile brechen, die Chilischote waschen, aber ganz lassen. In einem Topf die Beeren, Zimt, Chili und Zucker vermischen und 10 Minuten Flüssigkeit ziehen lassen. Nun die Johannisbeeren einmal aufkochen und ca. eine halbe Stunde lang bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Nach der Zeit eine Gelierprobe machen. Hierzu einen TL auf einen Unterteller gießen und in den Kühlschrank stellen. Nach wenigen Minuten kann man sehen, ob die Masse die gewünschte Festigkeit hat. Ist das Chutney genug eingekocht, die Zimtstangen heraus fischen und warm in frisch ausgekochte Marmeladegläser füllen und darin abkühlen lassen. Die Chilischote haben wir dekorativ in ein Glas dazu gegeben. Beim Zimt würde ich das nicht tun, der würde noch zu viel Geschmack abgeben.

Alles muss raus!

Ich habe eigentlich ständig irgendwelches Gemüse in meinem Gemüsefach, das ich verarbeiten muss. Was immer geht ist ein Eintopf oder ein Curry. In der Variante hier mache ich Taschen daraus, die man Gemüse-Curry-Tascheauch prima vorbereiten und dann kalt essen kann. So kann man auch einfach mal auf Vorrat was machen, wenn mal wieder ein Kühlschrankputz angesagt ist. Da ich Teig selbst machen meist zu aufwändig finde, benutze ich Yufka-Teig, den es beim Türken zu kaufen gibt und mit dem ich sehr gerne arbeite. Er ist dünner als der übliche Blätterteig, den es sonst so zu kaufen gibt. Er bringt selbst erst mal kein Fett mit, muss dafür aber in Fett ausgebacken werden und wird dadurch schön knusprig.

Gemüse-Taschen mit Joghurtdip:
Für die Taschen:
1 Packung runde Yufka-Blätter
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
1 Chilischote
1 Stück Ingwer
ca. 200 g Gemüse, das der Kühlschrank hergibt wie Karotten, Sellerie, Paprika, Kohlrabi, Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Fenchel, Tomaten usw.
1 Schuss Weißwein
1 TL Currypulver
Salz & Pfeffer
Sonnenblumenöl zum ausbacken
Für den Dip:
100 g Naturjoghurt
5 frische Minzblätter
ein Spritzer Zitrone
1-2 Frühlingszwiebeln
Salz & Pfeffer

Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Chili fein würfeln. Das Gemüse ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Alles in etwas Öl andünsten und mit Weißwein ablöschen. Mit Curry, Salz und Pfeffer abschmecken und das Gemüse fünf bis zehn Minuten weich dünsten, bis keine Flüssigkeit mehr da ist. Die Yufka-Blätter vierteln und mit einem Pinsel mit Wasser befeuchten. Zwei bis drei Esslöffel der Gemüsemasse auf die breite Seite des Blattes legen, ca. auf das untere Drittel. Die untere Seite einschlagen, die beiden Seiten ebenfalls und aufrollen. So mit den restlichen drei Teilen des Blattes verfahren. Die Taschen dann in reichlich Öl bei mittlerer Temperatur ausbacken. Für den Joghurtdip die Minze und die Frühlingszwiebeln sehr fein hacken und unter den Joghurt rühren. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und zu den Taschen servieren.

Lunch-Date auf dem Luisenplatz

Tartelettes mit Pfifferlingen, Speck und SalbeiHeute war ich mit einer Freundin zum Mittagessen verabredet. Da das Wetter gerade so super ist, habe ich zu ihr gesagt, dass ich etwas vorbereiten werde und wir uns auf dem Luisenplatz treffen. Da kann man nett sitzen und das Leben genießen. Nach einigem hin und her Grübeln habe ich mich für etwas Klassisches entschieden, kleine Quiches in Tartelette-Formen. Gestern hatte ich schon gesehen, dass es jetzt schon frische Pfifferlinge gibt und ich wollte unbedingt etwas mit dem frischen Salbei machen, der so gut auf meiner Fensterbank wächst. Also ist das hier dabei herausgekommen:

Quiches mit Pfifferlingen, Speck und Salbei:
Für den Mürbeteig:
200 g Mehl
90 g kalte Butter
1-2 EL Wasser
1 Prise Salz
Für die Füllung:
200 g frische Pfifferlinge
100 g magere Speckwürfel
2 Schalotten
2-3 Knoblauchzehen
1 Schuss Weißwein
6-8 frische Salbeiblätter
2 Triebe mit frischem Oregano
2 Eier
100 g Ziegenfrischkäse
200 g Sahne
2 EL Pinienkerne
2 EL geriebenen Parmesan
Muskatnuss
Salz & Pfeffer

Zuerst die Zutaten für den Mürbeteig mit den Händen schnell zu einem Teig verarbeiten. Diesen in Frischhaltefolie schlagen und für einer halben Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Während dessen kann die Füllung vorbereitet werden. Hierzu Schalotten und Knoblauch fein würfeln und die Pfifferlinge putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Den Oregano vom Stil zupfen, ein paar der größeren Blätter als Deko bewahren. Die Blätter zusammen mit dem Salbei fein hacken. Den Speck in einer mittelgroßen Pfanne auslassen. Sobald er genug Fett gelassen hat, die Schalotten und den Knoblauch einrühren. Wenn beides angeschwitzt ist, mit Weißwein ablöschen und die Pfifferlinge und Kräuter einrühren. Alles kurz einköcheln, bis keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist. Nun den Ofen auf 200 °C vorheizen. Den Teig aus dem Kühlschrank holen, in vier gleich große Stücke zerteilen und damit vier kleine Tartelette-Formen auslegen. Mit einer Gabel in den Boden und den Rand in gleichmäßigem Abstand Löcher stechen, damit der Teig keine Blasen schlägt. Ca. eine Viertelstunde backen, bis der Teig leicht gebräunt ist. Die Eier, den Ziegenkäse und die Sahne verquirlen und mit Muskat, Pfeffer und etwas Salz (nicht viel, der Speck und der Ziegenkäse bringen schon viel mit) abschmecken. Zuerst die Pilzfüllung auf die vier Formen verteilen, dann mit der Ei-Sahne-Mischung begießen. Mit Parmesan und den Pinienkernen bestreuen und im Ofen für ca. eine halbe Stunde backen, bis die Quiches eine goldbraune Kruste haben. Etwas abkühlen lassen und mit Oreganoblättchen belegen.

Meine schwarzen Lieblinge

Beeren sind mein Lieblingsobst und gerade jetzt hängen ja überall die Büsche voll und besonders die Johannisbeeren sind reif und lecker. Ich mag sie ja alle, ob weiß, rot oder schwarz, die schwarzen sind mir aber doch meine Liebsten. Ich habe mit meiner Mutter den Garten geplündert und wir haben zwei ordentliche Schüsseln mit Johannisbeeren voll bekommen. Von den schwarzen habe ich mir einige mitgenommen und einen wunderbaren, fruchtigen Kastenkuchen mit Streuseln drauf gebacken. Er ist herrlich fruchtig und frisch geworden, gleichzeitig knackig durch Walnüsse. Das ist eindeutig einer meiner neuen Lieblingskuchen.

Streuselkuchen mit schwarzen Johannisbeeren und Walnüssen:
Für den Kuchen:
125 g schwarze Johannisbeeren
100 g Walnüsse
150 g brauner Zucker
200 g Butter
200 g Mehl
3 Eier
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 Schuss Kirschwasser
Für die Streusel:
25 g Mehl
15 g brauner Zucker
10 g Butter
½ TL Zimt
1 Prise Salz

Streuselkuchen mit schwarzen Johannisbeeren und WalnüssenDen Ofen auf 170 °C vorheizen. Die weiche Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Die Eier und den Schuss Kirschwasser hinzu geben und weiter rühren. Mehl, Salz und Backpulver vermischen und löffelweise zum Teig geben. Die Beeren waschen und abtropfen. Die Walnüsse grob hacken. Beides am Schluss unter der Teig heben und den Teig dann in eine gefettete Kastenform gießen. Die Zutaten für die Streusel in eine Schüssel geben und mit den Händen zu einer krümeligen Masse verarbeiten. Die Streusel gleichmäßig über den Teig verteilen und ab damit in den Ofen für ca. 40-45 Minuten. Mit einem Holzstab testen, ob der Kuchen durch ist, abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form stürzen, damit nicht alle Streusel abgehen.

Warm und kalt ein Genuss

BumenkohlkrokettenDas Gericht, um das es heute geht, habe ich schon vor einer Weile gekocht. Ich habe zwar ein Foto gemacht, bin aber nicht zum bloggen gekommen. Das ging mir mit einigen Gerichten in letzter Zeit so. Die werde ich jetzt nach und nach abarbeiten.

Ich bin ja ein Fan von Blumenkohl. Den esse ich immer wieder gerne in allen Variationen. Und momentan bekommt man richtig schön frischen zu so günstigen Preisen, dass ich ständig nicht widerstehen kann. In meinem Kühlschrank fand sich noch eine Packung Bacon Streifen und da habe ich ein überaus passendes Rezept entdeckt, das ich gleich austesten musste, ein wenig abgewandelt habe und für gut befunden habe.

Blumenkohl-Bacon-Kroketten mit Kartoffelpüree:
Für die Kroketten:
500 g Blumenkohl
3 Eigelb
1-2 EL Stärkemehl
3-4 EL Semmelbrösel
frisch geriebene Muskatnuss
1 Spritzer Zitrone
1 EL fein gehackte Petersilie
Salz & Pfeffer
1 Packung Bacon in Scheiben
Öl zum Ausbacken
Für das Püree:
200 g weich kochende Kartoffeln
1 gutes Stück Butter
Milch nach Bedarf
Muskatnuss
Salz
Zusätzlich:
etwas zerlassene Butter
Röstzwiebeln
frische Petersilie

Den Blumenkohl weich kochen, besser noch dämpfen. Die weichen Röschen in einem Mixer mit den Eigelb, dem Stärkemehl, den Semmelbröseln und den Gewürzen und der Petersilie zu einer homogenen Masse verarbeiten. Mit dem Stärkemehl vorsichtig umgehen, da es schnell den Geschmack des Kohls überdeckt. Lieber mehr Brösel nehmen, wenn die Masse noch zu feucht sein sollte. Mit der Hand kleine Würste formen und jede Wurst mit einer Scheibe Bacon umwickeln. Zwischenzeitlich die Kartoffeln kochen. Die Kroketten in einer Pfanne mit Öl ausbacken. Da der Speck selbst ja auch Fett abgibt, braucht man nicht viel. Auch mit der Hitze aufpassen, sonst verbrennt der Speck. Die weichen Kartoffeln mit Butter, Milch, Muskatnuss und Salz zu Püree stampfen und mit den Kroketten servieren. Etwas Butter in einer kleinen Pfanne zerlassen und bräunen. Über das Püree geben und mit Röstzwiebeln und gehackter Petersilie bestreuen. Die Kroketten schmecken übrigens auch sehr gut und eignen sich damit auch toll für ein kaltes Buffet.

Fisch am Abend

Heute bin ich spät aufgestanden, dann war ich lange unterwegs und da wir uns entschieden haben, den Abend schön auf der Couch zu verbringen, haben wir auch erst spät gegessen. Bei unserem Spaziergang über die Berger Straße sind wir am Fischlädchen vorbei gekommen und haben zwei Doraden mitgenommen. Dazu wollte ich nur Gemüse machen, die Doraden sind groß genug, da muss man nicht auch noch Kohlehydrate reinstopfen. Mir kam etwas in den Sinn, das ich vor eine Ewigkeit mal gemacht habe, Auberginen-Tomaten-Mozzarella-Türme. Ich weiß nicht mehr, ob das Rezept genau so ging, ich habe es nämlich trotz durchforsten der Kochbücher, in denen ich es vermutet habe, nicht gefunden, aber sie sind mir auch so wunderbar gelungen. Jetzt sind wir pappsatt und glücklich, ich blogge nur noch schnell und dann ab auf die Couch!

Dorade mit Auberginen-Tomaten-Mozzarella-Türmchen:
Für die Doraden:
2 ausgenommene und entschuppte Doraden
½ Zitrone
2 Knoblauchzehen
2 Rosmarinäste
4-6 Tymianzweige
2-4 Oreganozweige
1 Schnapsglas Weißwein
2 EL Olivenöl
Salz & Pfeffer
Alufolie zum einschlagen
Für die Türmchen:
1 große Aubergine
2 große Fleischtomaten
1 Büffelmozzarella
1 Knoblauchzehe
1 TL gehackter Thymian
1 TL gehackter Oregano
3 EL Olivenöl
Salz & Pfeffer
4 Blätter Basilikum zum Garnieren

Dorade mit Auberginen-Tomaten-Mozzarella-TürmchenZuerst die Aubergine waschen und möglichst aus der Mitte 8 fingerdicke Scheiben herausschneiden. In einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze ohne Fett rösten, bis sie Farbe bekommen und weich werden. Aus den Fleischtomaten ebenfalls 8 fingerdicke gleich große Scheiben herausschneiden, den Mozzarella und die Knoblauchzehe in 4 Scheiben schneiden. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Die Doraden gründlich mit kaltem Wasser spülen und eventuelle Reste der Innereien herausspülen. Die Zitrone in Scheiben schneiden, ebenso die Knoblauchzehen. Die Kräuter waschen. Die Doraden innen und außen salzen und pfeffern und je auf ein großes Stück Alufolie, das auf einem Backblech liegt, legen. Die Bäuche gleichmäßig mit Zitronenscheiben, Knoblauch und den Kräutern füllen. Die Alufolie hochschlagen und die Fische mit Olivenöl und Weißwein beträufeln, dann die Alufolie verschließen, sodass der Saft nicht ausläuft oder gänzlich verdampfen kann. In eine große Auflaufform auf den Boden Olivenöl verteilen. Nun in vier Türme abwechselnd Auberginen und Tomaten schichten, dazwischen Kräuter und pro Turm eine Scheibe Knoblauch geben, die Tomaten salzen und pfeffern. Zu oberst den Mozzarella auflegen. Dorade und Gemüse gleichzeitig in den Ofen schieben und beides für ca. 30 Minuten backen. Wenn der Mozzarella Farbe angenommen hat, ist alles fertig. Die Dorade vorsichtig aus der Folie heben und mit dem Saft übergießen. Die Türmchen mit einem frischen Basilikumblatt garnieren. Diese kann man übrigens auch als Vorspeise oder als kleinen Snack mit Ciabatta servieren.

Mit den Hacken klacken

Es ist nirgends besser als … ach, ich denke Sie wissen, was nun kommt. Jetzt geht es um ein kleines Mädchen, das nach Hause will, um eine dumme Vogelscheuche, einen herzlosen Blechmann, einen feigen Löwen und um rote Schuhe. Aber halt! Wenn Sie soweit zustimmen, kennen Sie wie viele Deutsche die Geschichte um Dorothy, ihre Freunde und das Zauberland Oz eher aus der Verfilmung von 1939 mit Judy Garland als in Buchform. Denn tatsächlich sind die Schuhe der bösen Hexe des Ostens im Original silbern und wurden nur aufgrund des Effektes für den Film rot. In den USA ist dieses moderne Märchen ein Kinderbuchklassiker und genau so bekannt wie bei uns die Geschichte um Hänsel und Gretel. Und obwohl immer wieder Parallelen zu Alice im Wunderland gezogen werden, hat Baum zu Lebzeiten stets bestritten, dass die Geschichte mehr sei als ein Märchen für Kinder und dass sie eine Allegorie auf die amerikanische Gesellschaft von 1900 sei.Der Zauberer von Oz

Dass sich das Buch in der Erstauflage bereits nach 14 Tagen 5.000 Mal verkauft hatte, lag aber gleichermaßen an den Illustrationen von William Denslow. Er war stark von japanischen Farbholzschnitten und vom Jugendstil beeinflusst und trug den Beinamen „Impressionist für die Kleinen“. Daher ist eine Comicadaption ein doppelt gewagtes Unterfangen. Shanower verarbeitet hierbei den Text sehr werktreu, während Young die Zeichnungen liefert. Man sieht dem Stil Youngs an, dass er viel als Illustrator gearbeitet hat. Seine Charaktere sind ausdrucksstark und liebeswert, die Szenerien ausgeschmückt aber nicht überfrachtet. Die Farbgebung ist in warmen Tönen gehalten, die sich harmonisch an die einzelnen Szenen anpassen.

Baum hat insgesamt 14 Bücher geschrieben, die im Lande Oz spielen und auch das Duo Shanower/Young hat schon und wird weitere Geschichten umsetzen. Die bereits erschienenen Geschichten sind in den USA mit mehreren Eisner Awards ausgezeichnet worden. Es ist zu erwarten, dass auch die folgenden Bände diese hohe Qualität halten werden. Diese Adaption ist für mich einer der besten Comics des letzen Jahres und eignet sich wunderbar, diesen Klassiker neu zu entdecken.

 

L. Frank Baum, Eric Shanower, Skottie Young: Der Zauberer von Oz. Panini Comics 2012, 212 S., € 24,95 (D), ISBN 978-3-86201-281-7

Mit Gewürzen gegen die Kälte

Es ist ja schier unglaublich, wie kalt es ist! Ich bin schon am überlegen, ob ich die Heizung wieder anschalten soll. Bevor ich aber diesen radikalen Schritt unternehme, habe ich entschlossen, es erst mal mit Wärme Pistazien-Minz-Buletten mit Kardamom-Karottenüber Essen zu versuchen. Das geht immer gut, in dem man schöne, wärmende Kräuter und Gewürze verwendet. Zur Vorspeise habe ich eine klare Suppe mit Hühnerherzen gemacht, in die ich ordentlich Chili, Ingwer, Knoblauch und Piment getan habe. Das hat schon mal ordentlich geholfen. Und meine Katzen hat es auch gefreut, denn natürlich ist da ein Herz für sie abgefallen. Zum Hauptgang habe ich mich dann für Frikadellen mit Möhrengemüse entschieden, gewürzt mit wunderbarem Kardamom, mit Minze und Pistazien. Das war sehr köstlich!

Pistazien-Minz-Buletten mit Kadamom-Möhren:
Für die Buletten:
400 g Rinderhack
½ Brötchen
1 Zwiebel
30 g geröstete Pistazien
30 g Ingwer
4 Stiele Minze
1 Ei
1 TL getrockneten Liebstöckel
1 Msp. Kreuzkümmel
1 TL Salz
frisch gemahlener Pfeffer
Öl zum ausbacken
Für die Karotten:
4-6 Karotten
1 EL Butter
2-3 EL gehackte grobe Petersilie
1 Schuss Weißwein
1 TL Thymian- oder Waldhonig (also eher einen bitteren)
2 Kardamomkapseln
Salz & Pfeffer

Das Brötchen in Wasser einweichen. Die Pistazien, die Zwiebel und die Minze im Blitzhacker fein hacken. Den Ingwer in feine Scheiben und dann dünne Streifen schneiden und mit Hack, Ei, ausgedrücktes Brötchen und den Gewürzen zum Rest geben und mit den Händen zu einer homogenen Masse verarbeiten und Buletten formen. Die Möhren putzen und in feine Scheiben hobeln. Die Kardamomkapseln in einem Mörser stoßen und die Schalen entfernen. Die Buletten in einer Pfanne anbraten, in einer zweiten die Butter erhitzen und die Karotten anschwitzen und mit Weißwein ablöschen. Den Kardamom einstreuen. Wenn der Wein verdunstet ist, den Honig dazu geben und die Karotten karamelisieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Schluss die Petersilie unterheben. Buletten mit den Karotten servieren.